Die Legende

Todesmythos Marathon

Pheidippides lief 246 km von Athen nach Sparta, um die Spartaner im Kampf gegen die Perser zu Hilfe zu rufen.

Die Geschichte vom Botenläufer, der nach der Schlacht der Griechen gegen die Perser 490 v. Chr. bei Marathon nach Athen lief und dort tot
zusammenbrach, nicht ohne zuvor noch „Nenikekamen“ („Wir haben gesiegt“) zu stammeln – sie ist schön, entbehrt jedoch jeder geschichtswissenschaftlichen Grundlage. Plutarch und Lukian, griechischer Gelehrter der eine, Schriftsteller der andere, erzählten diese Variante mehr als 500 Jahre nach dem Ereignis. Es gilt als gesichert, dass dabei die Handlungsstränge vermischt und etwas Fantasie beigemengt wurde.

Herodot jedenfalls, ein griechischer Historiker, der kurz nach den Ereignissen lebte (484 bis etwa 435 – 430 v. Chr.), berichtete vom Lauf des Pheidippides von Athen nach Sparta über 246 Kilometer, um die Spartaner im Kampf gegen die Perser zu Hilfe zu rufen. Knapp zwei Tage habe er dafür benötigt, so die Überlieferung. Ein Ultramarathon namens Spartathlon von Athen nach Sparta erinnert heute an diesen Lauf (Streckenrekord: 20:25 Stunden).

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