Tapen für Läufer

Kinesiotape - Heilpflaster oder Einbildung?

Das Kinesiotape, eine alternative Methode zum Tapen von Läufern, soll Gelenke stützen, Schmerzen lindern und den Stoffwechsel anregen, aber wissenschaftliche Beweise gibt es noch nicht.

Kinesiotape

Die Theorie klingt überzeugend, die Praxis ist Glaubenssache: Kinesiotapes sollen den Stoffwechsel anregen und dadurch heilend wirken.

Bild: iStockphoto.com / johany

Eigentlich ist David Beckham schuld, dass das ­Kinesiotape seit einigen Jahren einen Boom erlebt und auch Einzug in die Welt der Läufer hielt. Damals zog er nach seinem letzten Spiel für Real Madrid sein Trikot aus und zeigte der Welt die pinkfarbenen Streifen an seiner linken Rumpfseite. „Vor Beckham haben schon andere Spieler Kinesiotapes getragen. Aber als er fotografiert wurde, wollte jeder wissen, was da auf seiner Haut klebt“, sagt Real-Sprecher Juan ­Carlos Hernández.

Mittlerweile sind die Klebestreifen bei fast jedem großen sportlichen Wettkampf zu sehen. Bei den Olympischen Spielen in London zum Beispiel gehörten sie schon fast fest zum Programm – ob vorbeugend oder therapeutisch. Doch was sind Kinesiotapes eigentlich? „Es handelt sich um elastische Bänder, die aus kunststoffähnlichen Fasern bestehen“, erklärt Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit an der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie sollen den Bewegungsapparat unterstützen, dadurch Schmerzen lindern und den Stoffwechsel der Muskulatur anregen.

Weiterlesen

Seite 1 von 4
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Einleuchtende Theorie