Strongman Run 2012

Nebelschlacht am Nürburgring

Der Fisherman's Friend StrongmanRun 2012 lud zum Härtetest: 20 km, 15 Hindernisse, unzählige Höhenmeter - und all das bei Regen und dichtem Nebel. 193 Fotos und Video.

Fisherman’s Friend StrongmanRun 2012 Bilder

Die 6. Auflage des Fisherman’s Friend StrongmanRun startete in diesem Jahr mit rund 30 Minuten Verspätung. Da dichter Nebel auf der Strecke lag, wurde der Startschuss aus Sicherheitsgründen um einige Minuten verschoben. Von 12.027 gemeldeten Teilnehmern standen laut Veranstalterangaben 9.962 Sportler am Start in der „Grünen Hölle“. Erster Höllen-Bezwinger im Ziel war Knut Höhler. In unserer Bildergalerie über diesem Absatz warten spektakuläre Impressionen von ausgefallenen Kostümierungen, Wasserschlachten und Schlammbädern auf Sie.



„Hölle“ ist beim Fisherman’s Friend StrongmanRun keineswegs eine wortreiche Übertreibung, sondern Programm: 20 sich ziehende Kilometer, viel zu viele Höhenmeter und 15 harte Hindernisse, wie der „Wadenkiller“ (100 Höhenmeter verteilt auf 900 Meter Strecke) oder der „Panikpool“ (auf 40 Meter geht’s durch 2 Meter tiefes und nasskaltes Wasser), machen die Veranstaltung zum absoluten Härtetest.

StrongmanRun 2012

Bild: Norbert Wilhelmi

Die Hindernisse vom StrongmanRun 2012 verlangten den Startern das Letzte ab.

Der neue Strongman ist ein alter: Knut Höhler, „Tough Guy“ (2011, 2012) und Sieger aus den Vorjahren (2008-2010), spielte seine Erfahrung aus und gewann souverän in 1:38:13 Stunden. Florian Reichert, der vielen als „Trail King“ vom Ecco Indoor Trail 2012 in Erinnerung ist, wurde Zweiter mit einer Zeit von 1:39:34 Stunden. Vor zwei Wochen lief der Drittplatzierte noch beim London-Marathon mit, musste aber mit Rückenproblemen nach 32 Kilometern aussteigen: Florian Neuschwander überquerte die Ziellinie nach 1:41:30 Stunden. Wie anspruchsvoll die Strecke beim Fisherman’s StrongmanRun ist, zeigt der Vergleich mit seiner Halbmarathon-Durchgangszeit beim Marathon in Englands Hauptstadt, die über 30 Minuten schneller war als seine Endzeit beim 20 Kilometer langen Fisherman’s StrongmanRun.

Im Frauenrennen sicherte sich Rebecca Kaltenmeier mit einem beachtlichen Vorsprung von mehr als drei Minuten den Sieg. Mit einer Zeit von 1:54:12 Stunden verdrängte sie Heike Bienstein (1:57:38 Stunden) und Carole Koster (2:04:33 Stunden) auf die Plätze zwei und drei.

Zum Finale - sollte man es soweit überhaupt schaffen - erwartete besonders zähe Athleten das Hindernis „Final Destinaton“, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das aus den Vorjahren bekannte Hindernis aus gestapelten Autoreifen wartete in diesem Jahr mit einer zusätzlichen Hürde in Form einer fünf Meter hohen Contrainerpyramide auf, die per Netz zu erklimmen war. Bei Temperaturen unter 10 Grad, Regen und Nebel finishten 9.167 Athleten beim mutmaßlich härtesten Hindernislauf Deutschlands.