Rotterdam-Marathon 2015

Albera Kuma gewinnt in Rotterdam

Trotz recht windiger Verhältnisse siegte Albera Kuma beim Rotterdam-Marathon in 2:06:47 Stunden. Bei den Damen gewann die Japanerin Asami Kato in 2:26:30 h.

Rotterdam-Marathon 2015 - Die Fotos
Albera Kuma

Albera Kuma gewinnt den Rotterdam-Marathon 2015.

Bild: Wolfgang Steeg/Claudia Steeg

In seinem dritten Marathon rannte Abera Kuma zum ersten Sieg. Der Äthiopier gewann am 12. April 2015 den prestigeträchtigen Rotterdam-Marathon in 2:06:47 Stunden. Phasenweise windige Bedingungen verhinderten eine etwas schnellere Siegzeit. Kuma war klar vor dem kenianischen Frankfurt-Marathon-Sieger Mark Kiptoo im Ziel, der 2:07:21 lief. Bernard Koech (Kenia) belegte mit 2:08:02 Stunden Rang drei.

Rotterdam-Marathon: Taktisches Rennen bei den Männern

Nach einer sehr schnellen ersten Hälfte, in der die Spitzengruppe mit einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 62:04 Minuten fast ein weltrekordverdächtiges Tempo einschlug, wurde das Rennen nach dem Ausstieg des letzten Tempomachers bei 30 km langsamer. Dies hatte mit dem nun einsetzenden Gegenwind auf dem Rundkurs zu tun, aber wohl auch mit einem eher taktischen Rennen der verbliebenen Läufer in der Spitzengruppe. Lediglich Koech leistete Führungsarbeit. Als in der Schlussphase Abera Kuma angriff, musste der Kenianer ihn ziehen lassen. Die kenianischen Mitfavoriten Jonathan Maiyo und James Kwambai hatten das Rennen zuvor aufgegeben.

Für RUNNER'S WORLD waren Claudia und Wolfgang Steeg vor Ort beim Rotterdam-Marathon. Seine schönsten Bilder finden Sie zusammengestellt in einer Bildergalerie oberhalb dieses Artikels.

Der 24-jährige Kuma, der 2013 bei den Weltmeisterschaften noch Rang fünf im 10.000-m-Finale belegt hatte, lief im vergangenen Jahr seinen ersten Marathon. In Dubai belegte er mit 2:09:53 Stunden Rang zehn. Dann folgte eine deutliche Steigerung in Berlin, wo er als Dritter nach 2:05:56 im Ziel war. Diese Zeit wollte Kuma eigentlich in Rotterdam unterbieten. Daraus wurde nichts, aber dafür konnte er sich mit dem Sieg trösten. Für Rotterdamer Verhältnisse war die nicht schlechte Männer-Siegerzeit nur durchschnittlich. In den letzten sieben Jahren gab es stets deutlich bessere Zeiten auf der flachen Strecke.

Relativ schwach besetztes Frauenrennen beim Rotterdam-Marathon

Das – wie fast immer in Rotterdam – wesentlich schwächer besetzte Frauenrennen entschied die Japanerin Asami Kato mit 2:26:30 für sich. Die Peruanerin Gladys Tejeda und die Kanadierin Krista Duchene folgten auf den nächsten Plätzen mit Zeiten von 2:28:12 und 2:29:38. Rund 15.000 Läufer hatten für den Rotterdam-Marathon gemeldet.