Paderborner Osterlauf 2014

"Hammerfeeling" für Katharina Heinig in Paderborn

Afrikanische Läufer dominierten das Geschehen bei der 68. Auflage des Paderborner Osterlaufs. Katharina Heinig freute sich als schnellste deutsche Läuferin über eine neue 10-km-Bestzeit.

Paderborner Osterlauf 2014 - Die Fotos
Katharina Heinig

Katharina Heinig freut sich beim Paderborner Osterlauf über ihre neue persönliche Bestzeit.

Bild: Josef Rüter

Spurtsieg in 28:28 Minuten beim Paderborner Osterlauf

Auch bei der 2014er Auflage des Paderborner Osterlaufes ist rein sportlich alles in den gewohnten Bahnen geblieben. Ostafrikanische Läufer aus Kenia und Äthiopien dominierten das Geschehen auf Paderborns Straßen. Über die 10 km-Strecke gaben die Kenianer den Ton an. Der Vorjahreszweite Frederick Ngbeny setzte sich diesmal mit 28:28 Minuten als Spurtsieger vor seinem Landsmann Gilbert Kipkoskei (28:30) durch. Seine Landsfrau Violah Jepchumba hingegen lief ein einsames Rennen an der Spitze und gewann nach 32:21 Minuten mit zwanzig Sekunden Vorsprung.

Für das beste Resultat der deutschen Spitzenläufer sorgte Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt), die sich als Fünfte nach 33:45 Minuten über eine neue persönliche Bestzeit freuen konnte. Eine Woche nach ihrem überraschenden Sieg beim Wien-Marathon hatte Anna Hahner (Run2Sky.com) eher mit Magenproblemen zu kämpfen als mit der Konkurrenz und belegte Rang neun in 34:20 Minuten.
Unser Fotograf Josef Rüter war in Paderborn vor Ort. Seine besten Fotos finden Sie in der umfangreichen Bildergalerie oben.

Wind und keine entschlossene Tempoarbeit verhinderten schnellere 10 km-Endzeiten. Nach einer Zwischenzeit von 14:19 Minuten war weder der Streckenrekord von Carsten Eich aus dem Jahr 1993 von 27:43 noch eine Endzeit unter 28 Minuten möglich, so dass alleine der packende Kampf um den Sieg und die Plätze die vielen Zuschauer am Maspernplatz begeisterte. Angeführt von Frederick Ngeny blieben noch sechs weitere Läufer unter der 29-Minuten-Marke. Und die besten deutschen Läufer? Da gab es ein spannendes Duell, das Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel) zeitgleich mit dem müde wirkenden Julian Flügel (LG Telis Finanz Regensburg) in 30:11 als Elfter für sich entschied. Nur drei Sekunden dahinter folgte mit Stefan Hubert (SV Sömmerda) ein ausgewiesener Berglauf-Spezialist.

Katharina Heinig jubelte beim Paderborner Osterlauf

Bei den Frauen sicherte sich die Äthiopierin Zewdnesh Ayele Belachew Rang zwei in 32:42 vor zwei weiteren Kenianerinnen Lucy Macharia (33:07) und Beatrice Chepkoech (33:21). Dann jubelte Katharina Heinig vor der Ziellinie, denn die Tochter von Katrin Dörre-Heinig und DLV-Lauf-Cheftrainer Wolfgang Heinig wurde als Fünfte nicht nur beste weiße Läuferin, sondern steigerte ihre Bestmarke mit 33:46 um zwanzig Sekunden und erstmals unter der 34-Minuten-Marke. „Das Hammerfeeling hat mich beflügelt“, freute sich Katharina Heinig über die zweite Bestzeit innerhalb von zwei Wochen, denn schon bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg war sie als Zweite Bestzeit gelaufen. „Als ich nach sechs Kilometern an Anna vorbei gehen konnte, hat mich das natürlich zusätzlich motiviert. Der Hamburg-Marathon kann kommen. Ich bin bereit.“ Die mit viel Beifall am Start begrüßte Wien-Marathon-Siegerin Anna Hahner lief zwar, wie sie im Gespräch zugab, mit 34:20 Minuten eine zufriedenstellende Endzeit, wurde allerdings damit nur Neunte. „Mit den Magenproblemen hat es natürlich nicht so viel Spaß gemacht. Aber die grandiose Stimmung entlang der Strecke hat dies fast wieder wettgemacht.“

Rekordbeteiligung beim Paderborner Osterlauf

Über die Halbmarathonstrecke konnten die zahlreichen kenianischen Starter jedoch zwei äthiopische Siege nicht verhindern. Der 17-jährige Fentahun Hunegnaw gewann letztlich in beeindruckender Manier nach verschlepptem Tempo in einem Steigerungslauf in 1:02:16 Stunden vor Issak Langat und Evans Kipkorir Taiget (beide Kenia). Die Frauen hingegen liefen im Verhältnis zu ihren männlichen Kolegen etwas schneller. Allen voran Letebrhan Haylay Gebreslasea, die nach 1:09:45 Stunden die Ziellinie in der bislang zweitschnellsten je in Paderborn erreichten Zeit überquerte. Die Plätze zwei und drei holten die Kenianerinnen Leonidah Mosop und Beatrice Mutai.

„Wir sind fünfstellig", freuten sich die Organisatoren Christian Stork und Matthias Vetter über die neue Rekordmarke beim Paderborner Osterlauf, dem mit 68 Auflagen ältesten deutschen Straßenlauf. Ein verändertes Wegeleitsystem, drangvolle Enge bei den Zugängen zum Start und zur Läufermesse in der Maspernhalle - und erstmals eine Deckelung der Anmeldungen beim 10 km-Lauf sind nur einige der markanten Eckpfeiler der Rekordbeteiligung an der Pader.

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