Münster-Marathon 2012

Münster-Marathon 2012 finishen 4.345 Läufer

Der Münster-Marathon 2012 entwickelte sich nach Rennende zum Marathon-Krimi. Obwohl Ahmed Nasef am schnellsten war, musste er um seinen Sieg bangen.

Münster-Marathon 2012 - Bilder

Obwohl Ahmed Nasef als Erster die Ziellinie überquerte, musste er Minuten lang um seinen Triumph bangen. Denn gegen seinen Sieg wurde Widerspruch eingelegt, demzufolge Nasef verbotenerweise Wasser von einer Privatperson getrunken haben soll. Das könnte zur Disqualifikation führen, hätte sich die Beschuldigung als wahr erwiesen. Norbert Wilhelmi war in Münster und hat den Marathon-Krimi und die schönsten Momente des Rennens fotografisch für Sie festgehalten. Seine Bilder finden Sie in der Fotogalerie oben.

Ahmed Nasef aus Marokko (Läufer i.d. Mitte) musste nach Rennende um seinen Sieg bangen, obwohl er als Erster ins Ziel lief.

Bild: Norbert Wilhelmi

Der Vorwurf, er habe verbotenerweise Wasser einer Privatperson abseits der offiziellen Getränkeausgaben getrunken, stand im Raum und Ahmed Nasef musste um seinen Sieg zittern, obwohl er nach 2:12:21 Stunden als Erster die Ziellinie vom 11. Münster-Marathon 2012 überquerte. Um Klarheit zu schaffen, wurden die offiziellen Fahrrad-Patrouillen befragt, die aber allesamt den Vorwurf nicht bestätigen konnten, sodass Nasef, erst Sieger, dann doch nicht Sieger, am Ende als Gewinner vom 11. Münster-Marathon anerkannt wurde.

Dabei hat Nasef erst kurz vor Schluss ins Renngeschehen an der Spitze eingegriffen, nachdem er in der Anfangsphase ein eher passives Rennen bestritten hatte. Erst kurz vorm Ziel am Prinzipalmarkt tauchte der Marokkaner in der Führungsgruppe auf und lieferte sich mit den Kenianern Paul Kimayo Kimugul und Elijah Kipkemoi Yator ein packendes Finish. Am Ende hatte Nasef das bessere Stehvermögen und gewann mit nur fünf Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Paul Kimayo Kimugul (2:12:26 Stunden). Platz drei ging an Elijah Kipkemoi Yator nach 2:13:11 Stunden.

Nachdem das Männerrennen mit dem zweiten und dritten Platz aus kenianischer Sicht schon erfolgreich war, konnte Kenia eine Viertelstunde später abermals jubeln. Denn im Rennen der Damen erlief sich Joan Rotich nach 2:38:12 Stunden den Sieg, gefolgt von Caroline Kwambai (2:39:26 Stunden) und Abiyot Eshetu Deme (2:41:26 Stunden).

Bei eitlem Sonnenschein und für einen Marathon äußerst warmen Temperaturen machten sich am 9. September etwa 5.000 Marathonläufer und Staffel-Teilnehmer auf den Weg. Trotz der schwierigen Bedingungen erreichten erstaunlich viele Sportler das Ziel: Insgesamt 2.169 Finisher waren es beim Marathon, etwas mehr, exakt 2.176 nahmen erfolgreich am Staffel-Marathon teil. Circa 100.000 Zuschauer entlang der Strecke feierten in Münster eine riesige Marathon-Party und machten aus der 11. Auflage des Münster-Marathons 2012 ein tolles, stimmungsgeladenes und emotionales Event - Marathon-Krimi inklusive.