Mubarak Shami und Zhou Chunxiu gewinnen Marathon-Gold bei Asienspielen

Läufer aus Katar und Bahrain bei den Männern sowie aus China und Japan bei den Frauen gewannen die Goldmedaillen in den Lauf-Wettbewerben bei den Asien-Spielen in Doha. Die sechstägigen Leichtathletik-Wettbewerbe dieser Meisterschaften endeten am Dienstag in Katar. Dabei blieben große Überraschungen aus – und eine neue chinesische Revolution zeichnete sich gut eineinhalb Jahre vor den Olympischen Spielen in Peking über die Langstrecken noch nicht ab.

Läufer aus Katar und Bahrain bei den Männern sowie aus China und Japan bei den Frauen gewannen die Goldmedaillen in den Lauf-Wettbewerben bei den Asien-Spielen in Doha. Die sechstägigen Leichtathletik-Wettbewerbe dieser Meisterschaften endeten am Dienstag in Katar. Dabei blieben große Überraschungen aus – und eine neue chinesische Revolution zeichnete sich gut eineinhalb Jahre vor den Olympischen Spielen in Peking über die Langstrecken noch nicht ab. Katar und Bahrain hatten in den letzten Jahren immer wieder afrikanische Topläufer gegen entsprechendes Salär eingebürgert und profitierten nun einmal mehr bei einer Meisterschaft von diesen Athleten.

Dünn besetzt waren die Marathonfelder in Doha. 22 Läufer gingen im Rennen der Männer an den Start. Und am Ende siegte der große Favorit: Mubarak Shami. Der für Katar laufende frühere Kenianer passierte nach 1:06:10 Stunden die 20-km-Marke in einer größeren Spitzengruppe. Vor der 25-km-Marke forcierte er die Pace, übernahm die Führung und lief dann ungefährdet zum Sieg in 2:12:44 Stunden. Der Sieger der Marathonrennen von Prag 2006 sowie Wien und Venedig 2005, der eine Bestzeit von 2:09:22 Stunden hat, war mit fast drei Minuten Vorsprung im Ziel. Hinter ihm lieferten sich Khalid Yaseen (Bahrain/2:15:36) und der zeitgleiche Satoshi Osaki ein Sprintduell um Platz zwei. Der Japaner verlor und erhielt Bronze.

Ganze zehn Läuferinnen hatte sich zum Frauen-Marathon eingefunden – wenn man den Online-Meldelisten der Organisatoren trauen darf. Auch hier gab es einen Sieg der großen Favoritin: Im Alleingang gewann die Chinesin Zhou Chunxiu, nachdem sie kurz nach dem Start bereits davongelaufen war. Nach 2:27:03 war die 27-Jährige, die im März in Seoul in 2:19:51 Stunden gewonnen hatte, im Ziel. In hoher Luftfeuchtigkeit belegte die Japanerin Kiyoko Shimahara Rang zwei mit 2:30:34. Dritte wurde vier Sekunden später ihre Landsfrau Kayoko Obata.

Während James Kurui für Katar die 5.000 m in 13:38,90 Minuten gewann, gab es über 10.000 m eine Überraschung. Hasan Mahboob (Bahrain) hatte zwar schon einige Straßenrennen gewonnen, war aber noch nie zuvor ein Bahnrennen gelaufen. Nun siegte er auf Anhieb in 27:58,88 Minuten vor Ismail Rashed (Katar/27:59,15). Verletzungsbedingt hatte Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen (Katar) auf seinen Start über die 3.000-M-Hindernisstrecke verzichten müssen. So ging auch dieses Gold nach Bahrain: Mubarak Salem gewann in 8:26,5 Minuten.

Das 10.000-m-Finale der Frauen war eine klare Angelegenheit für Kayoko Fukushi. Die Japanerin, die in diesem Jahr bereits einen Asienrekord im Halbmarathon aufgestellt hatte, lief flotte 31:29,38 Minuten und hatte über eine dreiviertel Minute Vorsprung auf Saleh Jasim (Bahrain/32:17,14). Marathon-Spezialistin Hiromi Ominami (Japan) wurde knapp dahinter in 32:18,02 Dritte.

In einer Sprintentscheidung im 5.000-m-Finale setzte sich die erst 17-jährige Chinesin Fei Xue in 15:40,12 Minuten vor Kayo Sugihara (Japan/15:40,87) durch. Xue, die im August bereits in Peking über diese Strecke Junioren-Weltmeisterin geworden war, könnte bei Olympia 2008 eine Rolle spielen. Und sie kündigte bessere chinesische Zeiten an: „Wir waren in einem Tief, aber ich glaube, dass die chinesischen Läuferinnen zur Spitze zurückkehren werden.“

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