Meseret Defar läuft Weltrekord in Oslo

Die Äthiopierin Meseret Defar krönte den Auftakt der Golden-League-Saison in Oslo mit einem Weltrekord.

Die erst 23-Jährige verbesserte dabei ihre eigene Bestzeit über 5.000 Meter gleich um rund acht Sekunden auf 14:16,63 Minuten. In New York war sie vor einem Jahr 14:24,53 Minuten gelaufen.

Es war zugleich der erste Weltrekord im neuen Bislett-Stadion von Oslo, in dessen Geschichte es serienweise Lang- und Mittelstreckenrekorde gegeben hat. Haile Gebrselassie (Äthiopien), Ingrid Kristiansen (Norwegen) oder die beiden Engländer Steve Ovett und Sebastian Coe finden sich in den Weltrekordlisten des Traditions-Meetings.

Bis knapp zur Hälfte des Rennens wurde die 5.000-m-Olympiasiegerin Meseret Defar geführt von der russischen Tempomacherin Olga Komyagina. „Sie hat einen sehr guten Job gemacht“, bedankte sich Defar später und fügte hinzu: „Nach drei Kilometern wusste ich, dass ich unter 14:20 Minuten laufen würde.“ Die 3-km-Marke hatte sie nach 8:35,76 Minuten erreicht – das ist eine Weltklassezeit in einem Rennen über 3.000 m.

Der 5.000-m-Weltrekord der Frauen ist der Bahn-Langstreckenweltrekord gewesen, der am wenigsten ausgereizt war. Dies liegt vor allem daran, dass die Chinesinnen, die Anfang der 90er Jahre plötzlich auftauchten und die Weltrekorde in neue Dimensionen trieben, sich damals auf die Standarddisziplinen konzentrierten. Für die Frauen waren dies unter anderem noch die 3.000 Meter. Die 5.000 m wurden erst 1995 zur WM-Disziplin.