Entscheidung in New York

Zweiter Platz in New York reicht Mutai zum WMM-Sieg

Neben 135.000 Dollar für den zweiten Platz beim New York-Marathon freute sich Emmanuel Mutai über 500.000 Dollar für den WMM-Sieg.

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Emmanuel Mutai bei seinem Marathon-Sieg in London.

Bild: photorun.net

Platz zwei war beim New York-Marathon am Sonntag für Emmanuel Mutai weit mehr wert als die stattlichen 135.000 Dollar, die er für sein Rennen und die Zeit von 2:06:28 Stunden kassierte. Denn der 27-jährige Kenianer entschied die World Marathon Majors (WMM)-Serie 2010-2011 für sich und wurde damit zum Nachfolger seines im Mai verstorbenen Landsmannes Sammy Wanjiru. Für den Sieg in der Serie teilt sich Emmanuel Mutai mit der Frauen-Siegerin Liliya Shobukhova (Russland) eine Million Dollar. Am Montag wurden die beiden WMM-Gewinner in New York geehrt.

Den Grundstein für seinen ersten WMM-Sieg hatte Emmanuel Mutai im April beim London-Marathon gelegt. Dort gewann er das Rennen mit einem Kursrekord von 2:04:40 Stunden. Dadurch reichte ihm in New York nun ein zweiter Platz, um die World Marathon Majors zu gewinnen.

„Ich habe einst mit ernsthaftem Training begonnen, weil ich ein Stipendium an einer US-amerikanischen Universität bekommen wollte“, erzählte Emmanuel Mutai. „Als ich dann sah, dass andere Athleten, mit denen ich auf einem identischen Leistungsniveau war, Geld mit dem Sport verdienten, gab ich die Idee mit dem Stipendium wieder auf.“

Nach einem mäßigen Marathon-Debüt in Rotterdam 2007, wo Emmanuel Mutai nach 2:13:06 Stunden als Siebenter ins Ziel kam, schaffte er im gleichen Jahr in Amsterdam eine enorme Steigerung: In 2:06:29 gewann er damals das Rennen. Im folgenden Jahr verbesserte er sich als Vierter des London-Marathons auf 2:06:15 und 2009 wurde er erneut Vierter an der Themse. Damals lief er 2:06:53 Stunden und qualifizierte sich damit für den WM-Marathon. In Berlin gewann er dann hinter seinem Landsmann Abel Kirui die Silbermedaille.

2010 kehrte er nach London zurück, wo er wiederum Zweiter wurde, ebenso wie beim New York-Marathon im gleichen Jahr. Der Sieg in London im vergangenen April war der bisher größte seiner Karriere. Doch so stark ist die Konkurrenz im eigenen Land, dass selbst ein derartiger Erfolg und der WMM-Triumph noch keinen Startplatz im olympischen Marathon-Team von Kenia garantieren. Emmanuel Mutai, der eine Schwäche für Mobil-Telefone hat, könnte am Ende zu jenen Läufern aus Kenia gehören, die zwar das Potenzial für eine Olympia-Medaille haben, jedoch trotzdem keinen Startplatz für die Spiele erhalten.

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