Paris-Marathon

Zwei neue Streckenrekorde beim Paris-Marathon

Trotz windiger Bedingungen fiel beim Paris-Marathon sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen der Streckenrekord.

Tirfi Tsegaye Beyene

Tirfi Tsegaye Beyene gewann den Paris-Marathon mit einer Weltklassezeit - doch für einen olympischen Startplatz wird es wohl trotzdem nicht reichen.

Bild: photorun.net

Gleich beide Kursrekorde fielen beim Paris-Marathon. Sowohl der Kenianer Stanley Biwott als auch die Äthiopierin Tirfi Tsegaye Beyene erzielten dabei mit 2:05:11 beziehungsweise 2:21:39 Stunden Weltklassezeiten. Mit einer Meldezahl von 40.000 Läufern gehört der Paris-Marathon zu den größten Läufen der Welt über die klassischen 42,195 km.

Trotz teilweise windiger Bedingungen entwickelte sich sowohl bei den Männern als auch den Frauen ein schnelles Rennen. Die Zwischenzeiten der Spitzengruppe deuteten im Männerrennen zeitweise sogar auf ein Ergebnis im Bereich des Weltrekordes von Patrick Makau (Kenia) hin, der im vergangenen Jahr in Berlin 2:03:38 Stunden gelaufen war. Die erste Gruppe hatte die 15-km-Marke nach 44:31 Minuten erreicht und beschleunigte dann derart, dass der Halbmarathonpunkt in 61:51 Minuten passiert wurde. Danach wurde es zunächst wieder ein wenig langsamer, und 25 km waren nach 1:13:40 Stunden erreicht. Als dann die Tempomacher nach 28 km aus dem Rennen gingen, ergriff Stanley Biwott die Initiative und setzte sich an die Spitze. Das Tempo zog wieder etwas an, 30 km waren in 1:28:04 gelaufen. Etwa zu diesem Zeitpunkt löste sich Stanley Biwott von seinen zwei verbliebenen, äthiopischen Konkurrenten, die eigentlich nicht zu den Topfavoriten gezählt hatten: Raji Assefa war mit einer Bestzeit von 2:10:48 Stunden nach Paris gereist und Sisay Jisa lief sogar sein Marathondebüt.

Mit einer 35-km-Zwischenzeit von 1:42:50 hatte Stanley Biwott immer noch eine Chance auf eine Zeit von knapp unter 2:04 Stunden. Doch auf den letzten Kilometern wurde der 25-jährige Kenianer, der zuvor im Marathon 2.07:03 Stunden erreicht hatte, dann etwas langsamer und gewann schließlich in 2:05:11. Damit verbesserte er den drei Jahre alten Kursrekord seines Landsmannes Vincent Kipruto um 36 Sekunden. Mit deutlichem Rückstand aber immer noch mit Topzeiten kamen Raji Assefa (2:06:23) und Sisay Jisa (2:06:26) ins Ziel.

Stanley Biwott hatte im März bereits mit einer Topleistung in Paris auf sich aufmerksam gemacht. Damals gewann er den Halbmarathon und stellte mit 59:44 Minuten ebenfalls einen Streckenrekord auf. „Ich dachte mir, dass ich gewinnen würde, wenn ich das Tempo hoch halten könnte“, wird Stanley Biwott auf der Internetseite des internationalen Leichtathletik-Verbandes (iaaf.org) zitiert.

Das Frauenrennen hatte mit einem zurückhaltenden Tempo begonnen. Die Spitzengruppe passierte die 10-km-Marke nach 35:02 Minuten, eine Zeit die normalerweise auf ein Ergebnis von knapp unter 2:28 Stunden hinauslaufen würde. Doch im Verlauf des Rennens sorgte Tirfi Tsegaye Beyene immer wieder für Tempo. Die 27-jährige Äthiopierin war mit einer Bestzeit von 2:22:44 Stunden aus dem Jahr 2010 die schnellste Läuferin im Feld. Nachdem die Halbmarathonmarke nach 70:45 Minuten erreicht wurde, setzte sich Tirfi Tsegaye Beyene nach rund 25 km ab. In 2:21:39 Stunden blieb sie klar unter dem zwei Jahre alten Streckenrekord ihrer Landsfrau Atsede Bayisa (2:22:04). Doch für einen olympischen Startplatz im äthiopischen Marathonteam dürfte auch diese Topleistung nicht reichen. Diese Probleme hat die zweitplatzierte Türkin Sultan Haydar, die mit einem nationalen Rekord von 2:25:07 und einer Steigerung um rund zehn Minuten überraschte, nicht. Dritte wurde die Äthiopierin Makda Harun in 2:26:46.

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