Osaka-Marathon

Yoko Shibui meldet sich in Osaka zurück

Die Japanerin siegte mit einer Zeit von 2:23:42 Stunden und hat sich für die Marathon-WM qualifiziert.

Osaka-Marathon_2009

Riesenerfolg für Yoko Shibui: Fünf Jahre nach ihrem Sieg beim Berlin-Marathon gewann sie in Osaka und ist nun auch für die im August in Berlin stattfindende Marathon-WM qualifiziert.

Fast fünf Jahre nach ihrem Triumph beim Berlin-Marathon hat Yoko Shibui wieder einen großen Marathon gewonnen. Die Japanerin meldete sich am Sonntag mit einem Sieg in Osaka zurück. Die 29-Jährige war nach 2:23:42 Stunden im Ziel und nutze damit zugleich ihre zweite Chance, sich für die Weltmeisterschaften in Berlin im August zu qualifizieren. Im November war sie beim Tokio-Marathon auf den letzten Kilometern eingebrochen, nachdem sie in Führung gelegen hatte. Am Ende wurde Yoko Shibui dort Vierte mit 2:25:51 Stunden. Doch nur zwei Monate später schaffte die Japanerin jetzt doch noch die WM-Qualifikation. In Osaka war Yoko Shibui mit ihrer Siegzeit dabei so schnell wie seit 2004 nicht mehr. In Berlin hatte sie mit 2:19:41 Stunden einen japanischen Rekord aufgestellt, der 2005 allerdings von Mizuki Noguchi verbessert wurde.

Hinter Yoko Shibui belegten beim Osaka-Marathon drei Landsfrauen die nächsten Plätze: Die Debütantin Yukiko Akaba lief als Zweite flotte 2:25:40 Stunden und hat damit auch noch eine gute Chance, für das japanische Marathon-WM-Team nominiert zu werden. Dritte wurde Yumiko Hara in 2:26:57, gefolgt von Miki Ohira (2:27:08). Als beste Ausländerin platzierte sich Lidia Simon (Rumänien) auf Rang fünf in 2:27:14.

Im Gegensatz zu ihrem Stil der letzten Zeit – aggressives Front-Running an der Spitze – hielt sich Yoko Shibui in Osaka längere Zeit zurück und hatte mit diesem Rezept Erfolg. Wie Brett Larner in den Japan Running News berichtet, wurde die erste Hälfte des Rennens in nicht allzu schnellen 1:13:01 Stunden gelaufen. Doch in der Folge war es dann mehr und mehr Yoko Shibui, die das Tempo erhöhte. Bei Kilometer 30 (1:43:56 Stunden) führte sie vor Yukiko Akaba, Yumiko Hara, Miki Ohira, Madoka Ogi (Japan/am Ende Achte in 2:27:56), Ruth Wanjiru (Kenia/Siebente mit 2:27:38) und Lidia Simon. Doch schon bald darauf konnte keine mehr mit der späteren Siegerin mithalten. Am dichtesten dran blieb die Debütantin Yukiko Akaba, der man in Japan eine erfolgreiche Marathonkarriere zutraut. Vielleicht kann sie gegebenenfalls schon bei der WM in Berlin eine Rolle spielen.

Yoko Shibui ist ihr vorsichtigeres Anfangstempo in Osaka gut bekommen. Denn am Ende hatte sie dieses Mal noch viel Kraft und rannte die letzten 2,195 km in einer Topzeit von 7:02 Minuten. Schließlich lief sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach 2001 als Siegerin des Osaka-Marathons ins Ziel. Vor acht Jahren hatte sie mit 2:23:11 Stunden die damals schnellste Debützeit aller Zeiten erreicht.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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