Japan

Yemane Tsegay gewinnt Lake Biwa Marathon

Bei Regen und Kühle feierte Yemane Tsegay einen souveränen Sieg in 2:09:34 beim japanischen Marathon am Lake Biwa.

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Eine feuchte Angelegenheit war der Lake Biwa Marathon: Der spätere Sieger Yemane Tsegay (rechts) wird geführt von den Tempomachern.

Einmal mehr hat ein Äthiopier im Jahr 2010 einen bedeutenden Marathon gewonnen: Yemane Tsegay triumphierte am Sonntag in Lake Biwa (Japan) in 2:09:34 Stunden. Zuvor hatten Landsleute von ihm bereits in Dubai (Haile Gebrselassie/2:06:09), Houston (Teshome Gelana/2:07:37) und im chinesischen Xiamen (Feyisa Lilesa/2:08:47) gewonnen. Die Äthiopier scheinen im Marathon gegenüber den insgesamt in dieser Disziplin in den vergangenen Jahren dominierenden Kenianern aufzuholen.

Der 24-jährige Yemane Tsegay, der eine persönliche Bestzeit von 2:06:30 Stunden hat und bei der WM in Berlin im vergangenen Jahr im Marathon Vierter war, wollte den 65. Lake Biwa-Marathon eigentlich mit einem Kursrekord krönen. Dass er diese Bestzeit, die der Spanier Antonio Pena im Jahr 2001 mit 2:07:34 Stunden aufgestellt hatte, deutlich verpasste, hing in erster Linie mit den Wetterbedingungen zusammen. Ein ständiger, leichter Regen behinderte die Läufer bei kühlen Temperaturen von knapp unter 10 Grad Celsius. Schwierigkeiten hatte bei diesen Bedingungen auch einer der Topfavoriten, Hendrick Ramaala. „Ich laufe bei kühlen Temperaturen und bei Regen nicht gut. Meine Muskulatur im Oberschenkel verkrampft durch das hochspritzende, kalte Wasser. Ich habe versucht meinen Schritt zu verändern, aber dann bekam ich Probleme mit der Wadenmuskulatur“, erklärte der Südafrikaner, der am Ende als Elfter in 2:15:29 Stunden ins Ziel kam.

An der Spitze schien das Wetter Yemane Tsegay lange Zeit nichts auszumachen. Nachdem die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 64:07 Minuten erreicht hatte, trieb der Äthiopier die Tempomacher an und löste sich mit ihnen von den Konkurrenten. Aufgrund der Tempoverschärfung war er nach 30 km (1:30:32 Stunden) auf Kurs für einen Streckenrekord. Doch nach dem Ausstieg der kenianischen Pacemaker Samuel Ndungu und Wilson Chebet bekam auch der Äthiopier auf den letzten 9 km Probleme. Allerdings hatte er einen komfortablen Vorsprung von 51 Sekunden auf die Verfolgergruppe. „Ich war auf Kurs für eine Zeit von 2:07 Stunden, doch dann bekam ich durch das spritzende Wasser Probleme mit der Beinmuskulatur“, erklärte Yemane Tsegay.

Angefeuert von den Zuschauern war es Tomoyuki Sato, der sich auf die Verfolgung von Yemane Tsegay machte. Der Japaner konnte den Vorsprung des Äthiopiers zwar verringern, schaffte es aber nicht mehr, ihn einzuholen. In 2:10:07 Stunden wurde Tomoyuki Sato schließlich Zweiter vor Abraham Tadesse (Eritrea/2:10:46). Auch der viertplatzierte Japaner Yukihiro Kitaoka blieb mit 2:10:51 noch unter 2:11 Stunden.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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