Frankfurt-Marathon 2010

Wilson Kipsang hat große Ziele

Wilson Kipsang

Wilson Kipsang beim Zieleinlauf in Frankfurt.

Bild: Norbert Wilhelmi

Zunächst hatte er beachtliche Erfolge im Halbmarathon. Bereits viermal blieb der Kenianer in diesen Rennen unter einer Stunde, zwei weitere Male verpasste er die prestigeträchtige Marke um lediglich wenige Sekunden. Mit seiner imposanten Bestzeit von 58:59 Minuten, die er im vergangenen Jahr als Zweiter des Rennens von Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) aufstellte, ist er heute noch der sechstschnellste Läufer aller Zeiten über diese Distanz. Und nur dieses halbe Dutzend Athleten, darunter Haile Gebrselassie (Äthiopien), Sammy Wanjiru oder Patrick Makau (beide Kenia), hat bisher Zeiten von unter 59 Minuten erreicht.

Einmal startete Wilson Kipsang bisher bei einer großen interkontinentalen Meisterschaft für Kenia. Vor einem Jahr verpasste er bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille nur um acht Sekunden. Er wurde Vierter in 60:08 Minuten. Im April lief Wilson Kipsang dann ein glänzendes Marathon-Debüt. Er wurde mit 2:07:10 Stunden Dritter beim Paris-Marathon. Aufgrund seiner Vorleistungen war klar, dass er in der Lage sein könnte, den bisherigen Frankfurter Kursrekord seines Landsmannes Gilbert Kirwa (2:06:14 vor einem Jahr) zu knacken. Bei den sehr guten Wetterbedingungen rannte Wilson Kipsang sogar gleich unter 2:05 Stunden.

Wilson Kipsang ist nun ein weiterer Kenianer, dem man zutrauen kann, auch den derzeitigen Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59) zu brechen. „Ich will noch dichter an den Weltrekord herankommen und versuchen, ihn zu brechen“, sagt Wilson Kipsang und fügt hinzu: „Ich denke, dass ich auch in Frankfurt den Weltrekord brechen könnte. Im nächsten Jahr würde ich hier gerne meinen Titel verteidigen.“

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