Frankfurt-Marathon

Wilson Kipsang geht auf Weltrekordjagd

Wilson Kipsang siegte beim Frankfurt-Marathon 2010 in 2:04:57 Stunden. Am 30. Oktober wird er zurückkommen, um den Weltrekord anzugreifen.

Wilson Kipsang beim Frankfurt-Marathon

Wilson Kipsang gewann den Frankfurt-Marathon 2010.

Bild: Norbert Wilhelmi

Wilson Kipsang kommt zurück, um seinen Titel zu verteidigen und vielleicht sogar noch etwas schneller zu laufen als im vergangenen Jahr: Die Veranstalter des BMW Frankfurt-Marathons, der am 30. Oktober zum 30. Mal stattfinden wird, vermeldeten die spektakuläre Verpflichtung. Der Kenianer hatte das Rennen im vergangenen Jahr in sensationellen 2:04:57 Stunden gewonnen und den Frankfurt-Marathon damit zu einem der schnellsten Läufe der Welt gemacht. Kipsang wurde damals zum achtschnellsten Marathonläufer aller Zeiten. Am 30. Oktober wird er nun versuchen, den Weltrekord anzugreifen.

Neben dem 29-jährigen Wilson Kipsang werden im Männerrennen eine Reihe weiterer Weltklasseläufer an den Start gehen. Die Veranstalter, die im Gegensatz zum bereits ausverkauften Berlin-Marathon noch Anmeldungen entgegen nehmen, erwarten ein derart hochklassiges Feld, dass sie erstmals eine Weltrekordprämie ausschreiben. „Wir sind bereit für den nächsten Schritt und haben die Strecke nochmals etwas verbessert. Im Innenstadtbereich gibt es nun acht Kurven weniger“, erklärte Race-Direktor Jo Schindler, dessen Rennen in den vergangenen Jahren spitzensportlich eine außergewöhnliche Entwicklung gemacht hat. Noch vor drei Jahren stand der Kursrekord des Frankfurt-Marathons bei 2:07:58 Stunden, seit 2010 ist er gut drei Minuten besser. Es fehlt auch in Frankfurt nicht mehr viel zum offiziellen Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59). Falls diese Marke tatsächlich in Frankfurt fallen sollte, würde der Sieger insgesamt 145.000 Euro verdienen. Es ist das höchste Preisgeld bei einem Marathon im deutschsprachigen Bereich.

„Hintergrund für die Weltrekordprämie ist die starke spitzensportliche Entwicklung. Wir verzeichnen dadurch großes Interesse von Topläufern, die in Frankfurt starten wollen“, sagt Christoph Kopp, der für das Elitefeld zuständig ist.

Im Frühjahr hatte Wilson Kipsang den japanischen Lake Biwa-Marathon in der Kursrekordzeit von 2:06:13 Stunden gewonnen. Dabei ließ der Kenianer unter anderen den hoch eingeschätzten Äthiopier Deribe Merga hinter sich. „Wenn Wilson jetzt nach Frankfurt zurückkehrt, wird es für ihn darum gehen, seine Bestzeit weiter zu verbessern“, sagt Christoph Kopp. Bereits nach seinem Frankfurt-Triumph 2010 hatte Wilson Kipsang gesagt: „Mein Ziel ist nun, dichter an den Weltrekord heranzukommen und zu versuchen, ihn zu brechen. Ich denke, dass es in Frankfurt möglich ist, Weltrekord zu rennen.“

Ein hochkarätiger Gegner für Wilson Kipsang wurde für den BMW Frankfurt-Marathon ebenfalls bereits verpflichtet: Gilbert Kirwa (Kenia) hatte das Rennen 2009 in 2:06:14 Stunden gewonnen. Es war sein Kursrekord, den Wilson Kipsang im vergangenen Jahr deutlich verbesserte. Der 25-Jährige will sich in Frankfurt am 30. Oktober mit einer schnellen Zeit zurück melden, nachdem es in den vergangenen zwölf Monaten nicht optimal für ihn gelaufen war.

Ein ausführliches Interview mit Jo Schindler, dem Macher des BMW Frankfurt-Marathons finden sie hier.