Amsterdam-Marathon

Wilson Chebet will den Hattrick

Wilson Chebet ist „Mister Amsterdam“, denn er hat den Amsterdam-Marathon bereits zweimal gewonnen. Am kommenden Sonntag will er den Hattrick.

Amsterdam-Marathon

Wilson Chebet will in Amsterdam seinen eigenen Streckenrekord angreifen.

Bild: photorun.net

Mit dem stärksten Männerfeld seiner Geschichte wird am Sonntag der Amsterdam-Marathon gestartet. Fünf Läufer sind im Rennen, die bereits unter 2:06 Stunden gelaufen sind. Darunter ist mit dem Kenianer Wilson Chebet auch der Titelverteidiger. Im Frauenfeld ist die Kenianerin Valentine Kipketer die Athletin mit der schnellsten Bestzeit. Bei der 38. Auflage des Amsterdam-Marathons mit Start und Ziel im Olympiastadion werden rund 15.000 Läufer an den Start gehen. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet beteiligen sich gut 42.000 an der Veranstaltung.

Wilson Chebet hat bereits zweimal in Folge den Amsterdam-Marathon gewonnen und hofft am Sonntag auf einen Hattrick. Im vergangenen Jahr verbesserte er dabei den Streckenrekord auf 2:05:41 Stunden. Am Sonntag strebt der 28-Jährige, der eine persönliche Bestzeit von 2:05:27 aufweist, einen weiteren Kursrekord an. Dass es möglicherweise windig werden könnte, hält Chebet nicht von seinen Plänen ab. „Ich bin in besserer Form als vor einem Jahr und möchte die erste Hälfte in 62:20 Minuten laufen“, erklärte der Kenianer, der in seiner Heimat inzwischen den Spitznamen „Mister Amsterdam“ erhalten hat.

Zwei Athleten gehen ins Rennen, die schon schneller als Wilson Chebet gelaufen sind: Getu Feleke (Äthiopien) hat eine Bestzeit von 2:04:50 und Bernard Koech (Kenia) lief in Dubai im Januar bei seinem Debüt auf Anhieb 2:04:53. Ebenfalls zu den Favoriten gehören auf der schnellen Strecke Abdullah Shami Dawit (Äthiopien/2:05:42), Dickson Chumba (2:05:46), Gilbert Yegon (2:06:18) und Franklin Chepkwony (alle Kenia/2:06:11). Mit Bantayehu Assefa und Abrha Gebretsadik sind zudem jene beiden Äthiopier wieder am Start, die vor einem Jahr die Plätze zwei und drei in Amsterdam belegt hatten.

Unter schwierigen Bedingungen lief Valentine Kipketer im Januar beim Mumbai-Marathon als Siegerin starke 2:24:33. Der Kenianerin ist eine deutliche Steigerung zuzutrauen. Mit Alice Timbilili (Kenia) trifft sie unter anderen auf die Amsterdam-Siegerin des Jahres 2010. Sie gewann damals in 2:25:03. Zwei Debütantinnen sind ebenfalls zu beachten: Isabella Ochichi (Kenia) meldete sich in diesem Jahr nach einer langen Unterbrechung eindrucksvoll zurück. Sie ist die 5.000-m-Olympia-Zweite von Athen 2004. Außerdem läuft Gutemi Schone (Äthiopien) ihr Marathon-Debüt. Ochichi hat eine Halbmarathon-Bestzeit von 68:38, Schone lief über diese Strecke bisher 68:56.