Laufabenteuer in Kenia

Wilde Tiere und afrikanische Steppe

Sich einmal mit den Massai im Laufen messen: Das können die Teilnehmer des Amazing Maasai Ultra Marathons. Sie sammeln zugleich für den guten Zweck.

Laufen durch Steppe und Busch in Afrika: 7 Fotos

Abenteuer, Entdeckungsreise und eine gewaltige Herausforderung in einem: Nach dem Erfolg des ersten „Amazing Maasai Ultra Marathon“ im vergangenen Jahr laufen die Vorbereitungen für das zweite Event. Vom 25. September bis zum 1. Oktober 2012 treffen sich Läufer aus Europa, Asien und Nordamerika am Fuße des Mount Kenia – nicht nur für das Rennen, sondern auch für eine Woche im afrikanischen Busch, inklusive Safaris und Ausflüge in Massai-Dörfer. Neben dem 75 km-Ultramarathon und der Marathon-Distanz können sich die Läufer für einen Halbmarathon anmelden.

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Bild: Paul Ark / amazingmaasaiultra.org

„Der Wettkampf findet in einer sehr abseits gelegenen Gegend im Massai-Land statt, fernab von Touristenpfaden“, berichten die Organisatoren Sarah Edson und Molly Fitzpatrick. Eine überwältigende afrikanische Landschaft, wilde Tiere, Massai-Kultur – der „Amazing Maasai Ultra“ bietet einen Einblick in das kenianische Leben. „Es ist nicht zuletzt die Teilnahme der heimischen Läufer, die das Rennen so einzigartig macht. Als Hauptpreis für den besten Massai gab es im vergangenen Jahr eine lebende Kuh. Viele der Mädchen, die wir mit Bildungsprojekten unterstützen, nehmen den Halbmarathon in Angriff, während die Massai-Läufer in den längeren Disziplinen starten“, erklärt Edson. Im vergangenen Jahr wurden 25.000 US-Dollar gesammelt – genug, um die Hauptschul-Ausbildung von 20 Massai-Mädchen zu finanzieren.

Von Wildtier-Scouts patrouilliert
Der Lauf in der Laikipia-Gegend ist sehr fordernd, die Teilnehmer müssen sich auf die Seehöhe von 1.600 Meter einstellen. Die Strecke folgt Feldwegen und Pfaden durch Steppe und Busch, mit langgezogenen Hügeln und sanfter, beeindruckender Naturkulisse. Edson: „Da es in der Gegend wild lebende Tiere gibt, wird die ganze Strecke von erfahrenen Scouts des kenianischen Wildlife-Service patrouilliert. Sie verfolgen die Bewegungen der Tiere, um den Läufern höchstmögliche Sicherheit zu garantieren.“ Für in Afrika Lebende und Touristen, die sich in der Gegend befinden, ist eine Teilnahme ohne das Buchen der ganzen Woche möglich.

Schulstipendien für Massai-Mädchen
Alle Einnahmen des Events werden dazu verwendet, Schulstipendien für Massai-Mädchen zu finanzieren. Dies wird über das „Amazing Maasai Girls Project“, eine von den Rennveranstaltern in den USA registrierte Nonprofit-Organisation, abgewickelt. „Im vergangenen Jahr haben wir es geschafft, 25.000 US-Dollar zu sammeln. Mit diesem Betrag haben wir nun für 20 aufgeweckte Mädchen, für die ein Schulbesuch sonst nicht finanzierbar wäre, vier Jahre lang die High School bezahlt. Wir wollen noch mehr Geld sammeln, um weiteren Mädchen die Chance auf eine Hauptschulbildung zu geben. Dadurch können sie Arbeit finden und als Erwachsene selbständiger sein“, erklärt Molly Fitzpatrick.