Marathon

Weltrekorde im sechsten Anlauf

Paul Tergat und Tegla Loroupe liefen im sechsten Anlauf Weltrekord, hatten aber bei fünften oder siebten Marathon Probleme.

Neben Mikitenko und Wanjiru kam ein weiterer Mitfavorit in London nicht ins Ziel, für den diese Theorie passt: Duncan Kibet (Kenia), mit 2:04:27 Stunden der Zweitschnellste aller Zeiten, stieg in seinem siebenten Rennen aus. Auch bei seinem sechsten Marathon in Berlin war er zuvor im September 2009 nicht ins Ziel gekommen.

Paul Tergat (Kenia) lief einen perfekten sechsten Marathon (Weltrekord in Berlin mit 2:04:55), doch bei seinem siebenten Lauf bei Olympia in Athen 2004 erlebte er als Zehnter einen Rückschlag. Tegla Loroupe rannte ebenfalls Weltrekord im sechsten Rennen (2:20:47 in Rotterdam), doch ihr fünfter Lauf war zuvor weit weniger erfolgreich (7. in New York in 2:37:19). Ein sehr prominentes Beispiel für eine missratene Nummer 6 liefert Khalid Khannouchi. Der US-Amerikaner, der aus Marokko stammt und zeitweise Marathon-Weltrekordler war, ging bei der WM 2001 als Favorit an den Start. Es war sein sechster Marathon und sein erster im US-Dress – Khalid Khannouchi kam nicht ins Ziel.

Doch es gibt auch genügend prominente Beispiele bei denen in dieser Phase der Marathonkarriere keine Probleme bestanden: Paula Radcliffe (Großbritannien), Catherine Ndereba (Kenia) oder die Norwegerinnen Grete Waitz und Ingrid Kristiansen gehören dazu.

Dagegen erinnert sich der zweifache deutsche Marathon-Olympiasieger (1976 und ’80) Waldemar Cierpinski: „Ich glaube, bei meinem sechsten Marathon stand ich neben mir und bin ausgestiegen. Denn Nummer sechs müsste das Rennen in Fukuoka 1977 gewesen sein.“ Gibt es einen ,verflixten’ sechsten Marathon?

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Das verflixte sechste Mal