Singapur-Marathon 2008

Weltmeister Kibet siegt in Rekordzeit

50.000 starteten beim Singapur-Marathon 2008. Die Plätze eins bis drei gingen an Kenia.

Der Marathon-Weltmeister von Osaka 2007, Luke Kibet, hat einmal mehr seine Stärke bei schwierigen klimatischen Bedingungen bewiesen. Der 25-jährige Kenianer gewann den Standard Chartered Singapur-Marathon und stellte bei Temperaturen von über 20 Grad beim Start sowie einer hohen Luftfeuchtigkeit einen Streckenrekord auf. Mit 2:13:01 Stunden unterbot er dabei die alte Marke gleich um rund 90 Sekunden. Ebenso souverän setzte sich seine Landsfrau Edith Masai im Frauenrennen durch. Die mehrfache Cross-Weltmeisterin war nach 2:34:15 Stunden im Ziel.

Luke Kibet meldet sich in Singapur erfolgreich zurück.

Der Singapur-Marathon hat seine erstaunliche Entwicklung fortgesetzt. Es ist in diesem Teil der Welt das größte und am besten organisierte Rennen. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen zählte die Veranstaltung am Sonntag rund 50.000 Teilnehmer. 15.000 von ihnen starteten im Marathon, 35.000 rannten entweder 10 km oder den Halbmarathon. Um die Teilnehmer zumindest etwas vor der feuchten Hitze zu schützen, fällt der Startschuss in Singapur morgens um 5.30 Uhr.

Bis zu Hälfte des Rennens lag eine größere Gruppe kenianischer Läufer gemeinsam an der Spitze. Doch schon bald danach übernahm Luke Kibet die Initiative. Der einzige, der dem Weltmeister folgen konnte, war ein Tempomacher: Johnstone Chepkwony. Der Kenianer hatte sich zwischenzeitlich entschieden, nicht auszusteigen. „Ich wusste, dass ich Luke Kibet nicht schlagen konnte, aber ich wollte weiterlaufen“, erklärte Johnstone Chepkwony. Der Mut des Kenianers zahlte sich aus. Am Ende lief er als Zweiter hinter Luke Kibet ins Ziel und verdiente damit 19.000 Dollar. Mit 2:15:12 Stunden hatte Chepkwony einen Vorsprung von drei Sekunden auf Amos Matui (Kenia), der das Rennen bereits 2005 und 2006 gewonnen hatte.

„Ich habe mich zurückgemeldet. Ein Kursrekord bei diesen Bedingungen – damit bin ich sehr zufrieden“, erklärte Luke Kibet, der ein Sieggeld von 35.000 Dollar kassierte. Bei Kilometer 32 hatte er sich entscheidend von Johnstone Chepkwony gelöst und lief dann noch einen großen Vorsprung heraus. „Es ist nie leicht, einen Marathon zu gewinnen – aber ich habe mich gut gefühlt. Im ersten Teil des Rennens habe ich mich zurückgehalten“, erklärte Luke Kibet, der 2007 auch den Wien-Marathon gewonnen hatte.

Auch mit 41 Jahren ist Edith Masai noch in Topform. Wie so oft in der Vergangenheit lief die Kenianerin ein offensives Rennen. An der Halbmarathonmarke war die Russin Silvia Skvortsova die letzte verbliebene Konkurrentin an der Spitze. „Ich habe mich gut gefühlt, daher habe ich sie schließlich bei 30 km hinter mir gelassen“, sagte Edith Masai, die schließlich mit 2:34:15 Stunden deutlich vor der Russin (2:37:10) im Ziel war. Dritte wurde Rose Chesire (Kenia) in 2:42:39. „Solange ich mich noch bewegen kann, werde ich weiter Rennen laufen“, kündigte Edith Masai an. Sie erhielt für ihren Sieg ebenfalls 35.000 Dollar.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net