Neuer Rekord in Frankfurt?

Weltklassefeld beim Frankfurt-Marathon

Beim Frankfurt-Marathon am 27. Oktober gehen fünf Spitzen-Läufer an den Start. Muss Wilson Kipsang möglicherweise um seinen gerade aufgestellten Weltrekord fürchten?

Weltklassefeld beim Frankfurt-Marathon

Feyisa Lilesa startet am 27. Oktober in Frankfurt. Dieses Bild zeigt ihn beim WM-Marathon 2011, bei dem er in Daegu (Südkorea) Bronze gewann.

Bild: photorun.net

Es ist zwei Jahre her, da produzierten Berlin und Frankfurt binnen eines Monats die beiden zum damaligen Zeitpunkt schnellsten Marathonrennen aller Zeiten. Zunächst brach Patrick Makau beim BMW Berlin-Marathon den Weltrekord mit einer Zeit von 2:03:38, dann verpasste Wilson Kipsang diese Marke beim Frankfurt-Marathon um lediglich vier Sekunden. Gibt es in diesem Jahr eine Wiederholung dieser Ausnahme-Ergebnisse? Am vergangenen Sonntag machte Berlin den Anfang: Wilson Kipsang stellte mit 2:03:23 Stunden einen Weltrekord auf. Die Veranstalter des Frankfurter Rennens haben nun die Verpflichtung einer Reihe von Weltklasseläufern bekannt gegeben. So stark ist der Frankfurt-Marathon am 27. Oktober in der Breite der Spitze besetzt, dass Wilson Kipsang möglicherweise um seine neue Bestzeit fürchten muss. Fünf Läufer stehen am Main auf der Startliste, die bereits unter 2:05:30 Stunden gelaufen sind. Außerdem wurden zumindest zwei weitere Athleten verpflichtet, denen man zutrauen darf, ebenfalls absolute Weltklassezeiten zu erreichen.

„Trotz der Weltmeisterschaft ist es uns gelungen, viele namhafte Topläufer zu verpflichten“, sagt Race-Direktor Jo Schindler und fügt mit Blick auf seinen Elite-Koordinator hinzu: „Christoph Kopp hat, wie jedes Jahr, einen sehr guten Job gemacht.“ Die Veranstalter rechnen bei der 32. Auflage des Rennens mit rund 15.000 Teilnehmern. Meldungen sind online nach wie vor möglich.

Die Startzusagen der Kenianer Vincent Kipruto (2:05:13) und des früheren Streckenrekordhalters Gilbert Kirwa (2:06:14) wurden bereits zuvor bekannt gegeben. Doch in der Liste der schnellsten verpflichteten Läufer sind diese beiden jetzt auf die Positionen drei beziehungsweise sieben zurückgefallen. Die Athleten, die mit den schnellsten Bestzeiten nach Frankfurt kommen werden, sind nun die Äthiopier Dino Sefir und Feyisa Lilesa.

Der 25-jährige Sefir lief seinen persönlichen Rekord 2012 in Dubai mit 2:04:50 Stunden. Damit wurde er Zweiter. Lilesa war als Zweiter in Chicago 2012 nur zwei Sekunden langsamer. Obwohl er zwei Jahre jünger ist als Sefir hat er mehr Erfahrung über die Marathondistanz. Als er 2010 in Rotterdam als Dritter 2:05:23 lief, wurde er zum jüngsten Läufer aller Zeiten mit einer Zeit unter 2:06. Bei der WM 2011 gewann er die Bronzemedaille, in diesem Jahr war er beim London-Marathon, dem bestbesetzten Rennen des Jahres, Vierter (2:07:46). Bei der WM in Moskau ging Lilesa als einer der Favoriten ins Rennen, stieg dann aber vorzeitig aus.

Zwei Läufer kehren nach Frankfurt zurück, die dort 2011 ihre Bestzeiten gelaufen sind: Levy Matebo Omari war damals Zweiter in 2:05:16, sein kenianischer Landsmann Albert Matebor folgte auf Rang drei mit 2:05:25.

Eric Ndiema ist einer jener beiden Kenianer, denen man zutrauen kann, in Frankfurt absolute Weltklassezeiten zu erreichen. Der erst 20-Jährige hat eine erstaunliche Marathon-Serie hingelegt. Bei seinem Debüt brach er 2011 als Dritter in Amsterdam mit 2:06:07 den inoffiziellen Junioren-Weltrekord (im Marathon führt der Weltverband IAAF keine Rekorde für Junioren). In seinen drei folgenden Rennen blieb er jeweils unter 2:07! Ndiema war Vierter in Paris 2012 (2:06:37), dann Dritter in Eindhoven (2:06:17) und nun im April Dritter in Paris mit 2:06:34. Gut möglich, dass er in Frankfurt einen Sprung machen kann.

Mit dem 27-jährigen Kenianer Moses Masai ist noch ein Geheimtipp im Frankfurter Rennen – obwohl sich seine bislang einzige Marathonzeit mit glatten 2:11:00 Stunden vergleichsweise bescheiden ausnimmt. Gelaufen war er die im Januar 2013 beim unrhythmisch gestalteten Dubai-Marathon. Doch die Zubringerleistungen von Masai (5.000 Meter: 12:50,55 Minuten / 10.000 Meter: 26:49,20 Minuten) sprechen für den Olympia-Vierten 2008 und WM-Dritten 2009 über die längste Bahndistanz. Auf dem schnellen Frankfurter Asphalt könnte Masai der Sprung in die Marathon-Weltklasse gelingen.

Bestätigung durch IAAF

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