Top-Athleten verpflichtet

Weltklasse-Läufer und Duelle in Berlin und Chicago

Beim Berlin-Marathon treffen Haile Gebrselassie und Duncan Kibet aufeinander. Sammy Wanjiru läuft in Chicago.

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Duncan Kibet bei seinem Sieg in Mailand 2008.

Bild: Photorun

Zu einem großen Duell kommt es beim Berlin-Marathon am 20. September: Nachdem Race-Direktor Mark Milde zum vierten Mal in Folge Haile Gebrselassie verpflichten konnte, wurde nun bekannt, dass der Äthiopier in Berlin auf Duncan Kibet treffen wird. Der Kenianer hält die Jahresweltbestzeit und gehört zu jener kleinen Gruppe von Weltklasseläufern, denen man zutrauen kann, Haile Gebrselassie im Marathon zu schlagen. Zugleich gab der Chicago-Marathon bekannt, dass Olympiasieger Sammy Wanjiru dort am 11. Oktober an den Start gehen wird. Damit dürfte es bei beiden Rennen eine Jagd auf den Weltrekord geben.

Die aktuelle Weltbestzeit hatte Haile Gebrselassie vor einem Jahr in Berlin aufgestellt, als er als erster Läufer unter 2:04 Stunden blieb (2:03:59). In diesem Jahr jedoch hält nach den ersten sechs Monaten ein anderer die Jahresweltbestzeit: Duncan Kibet. Er gewann im April den Rotterdam-Marathon in 2:04:27 Stunden und war dabei so schnell wie kein anderer zuvor – außer Haile Gebrselassie sowie sein in Holland zweitplatzierter aber zeitgleicher Landsmann James Kwambai. Kibet lief in Rotterdam die drittbeste Zeit aller Zeiten.

Duncan Kibet hatte im vergangenen Jahr mit einem zweiten Platz im heißen Wien (2:08:33) sowie einem Sieg beim eiskalten Mailand-Marathon (2:07:53/Streckenrekord) auf sich aufmerksam gemacht.

Ursprünglich wollte der Marathon-Olympiasieger Sammy Wanjiru in Berlin starten, um Haile Gebrselassies Weltrekord zu brechen. Doch zu einem Start des 22-jährigen kenianischen Ausnahmeläufers kommt es dieses Jahr nicht. Nach seinem Triumph beim hochklassigen London-Marathon, den Wanjiru im April mit der Streckenrekordzeit von 2:05:09 Stunden gewann, wurde der Kenianer zunächst für den WM-Marathon nominiert. Doch auf einen Start bei den Weltmeisterschaften verzichtet Sammy Wanjiru, da der Marathon-Weltrekord sein Ziel bleibt. Diesen wird er nun – egal, wie das Rennen in Berlin zuvor ausgeht – versuchen, in Chicago zu brechen.

Auch Sammy Wanjiru wird allerdings auf starke Konkurrenz treffen. Zu seinen Gegnern zählt unter anderen sein Landsmann Evans Cheruiyot. Der Kenianer tritt als Titelverteidiger in Chicago an, wo er im vergangenen Jahr in starken 2:06:25 Stunden gewonnen hatte.

Bei den Frauen kehrt die Vorjahressiegerin ebenfalls nach Chicago zurück: Lidiya Grigoryeva (Russland), die vor einem Jahr in 2:27:17 Stunden gewann, wird unter anderen auf US-Hoffnung Deena Kastor treffen.