BMW Berlin-Marathon 2012

Weitere Top-Favoriten in Berlin

Startschuss Berlin Marathon 2011

Am Sonntag fällt um 9.00 Uhr der Startschuss zum 39. Berlin Marathon.

Bild: Norbert Wilhelmi

Der schärfste Konkurrent von Geoffrey Mutai, der in Boston auf der nicht rekordtauglichen Strecke im vergangenen Jahr bereits 2:03:02 Stunden lief, wird am Sonntag sein Landsmann Jonathan Maiyo (2:04:56) sein. Nachdem der Äthiopier Deressa Chimsa (2:05:42) kurzfristig passen musste, spricht alles für einen kenianischen Sieg am Sonntag. Eine sehr gute Leistung ist auch den beiden kenianischen Debütanten Geoffrey Kipsang und Dennis Kimetto zuzutrauen.

Dennis Kimetto trat erst in diesem Jahr international in Erscheinung. Der 28-jährige Kenianer gewann zunächst den hochklassigen Halbmarathon in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate), triumphierte dann beim Vattenfall Berliner Halbmarathon mit einer Verbesserung auf 59:14 Minuten und stellte schließlich in Berlin bei den BIG 25 einen Weltrekord über die 25-km-Distanz auf (1:11:18). Der andere Debütant ist erst 19 Jahre alt: Geoffrey Kipsang hat ebenfalls beste Erinnerungen an Berlin. Im vergangenen Jahr gewann er den Halbmarathon überraschend mit 60:38 Minuten. Er kommt aus jener Trainingsgruppe in Kenia, aus der ein Läufer vor kurzem einen großen Triumph feiern konnte: Stephen Kiprotich (Uganda) wurde in London sensationell Marathon-Olympiasieger. Vielleicht ist das auch ein gutes Zeichen für Geoffrey Kiprotich.

Von Weltklassezeiten sind die besten deutschen Marathonläufer weit entfernt. Es hat sich nicht viel entwickelt in den vergangenen Jahren. In Berlin wird Jan Fitschen (TV Wattenscheid) einen neuen Anlauf nehmen, um seine Bestzeit von 2:15:40 Stunden zu unterbieten. Bisher konnte der 10.000-m-Europameister von 2006 sein Potenzial noch nicht auf die Marathondistanz übertragen. Vielleicht aber gelingt ihm auf der schnellen Berliner Strecke ein nächster Schritt. Eine Zeit zwischen 2:12 und 2:14 Stunden wäre schon ein Erfolg für Jan Fitschen.

Eine Läuferin geht am Sonntag an den Start, die dieses Rennen schon einmal gewonnen hat: Aberu Kebede. Die Äthiopierin triumphierte vor zwei Jahren mit 2:23:58 Stunden. Am Sonntag wird sie aller Voraussicht nach deutlich schneller laufen müssen, um ihren Erfolg zu wiederholen. Allerdings hat sie ihre Bestzeit in diesem Jahr beim Dubai-Marathon bereits auf 2:20:33 Stunden gesteigert. Angesichts dieser Zeit dürfte es für die 23-Jährige nun ein Ziel sein, die 2:20-Stunden-Barriere zu durchbrechen. Die Äthiopierinnen Tirfi Tsegaye (2:21:40) und Ashu Kasim (2:23:09) gelten als schärfte Herausforderinnen. Eine gute Rolle spielen könnten auch die Kenianerinnen Valentine Kipketer und Caroline Chepkwony, die die BIG 25 Berlin im Mai in flotten 1:22:56 gewann und nun ihr Marathon-Debüt laufen wird.

Das relativ ausgeglichene Spitzenfeld bei den Frauen lässt ein spannendes Rennen erwarten. Zu beachten sein wird dabei auch Fate Tola (Äthiopien). Die zweimalige Wien-Marathon-Siegerin ist eine Trainingspartnerin der deutschen Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko, die die nationale Bestzeit von 2:19:19 Stunden 2008 bei ihrem Sieg in Berlin erzielte. Fate Tola hat bisher eine Bestzeit von 2:26:35.

Gespannt sein dürfen die Zuschauer auf Anna Hahner (Run2Sky). Die neue deutsche Marathonhoffnung, die in der Nähe von Fulda wohnt, ist erst 22 Jahre alt und lief im Frühjahr ein beachtliches Debüt über die 42,195 km. In Düsseldorf lief Anna Hahner im April 2:30:14 Stunden. Dabei verpasste sie die deutsche Olympianorm um lediglich 14 Sekunden. Am Sonntag wird eine Zeit unter 2:30 Stunden sicherlich das Ziel sein.

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Neue Rekordjagd beim „Weltrekord-Marathon“ mit über 40.000 Läufern