Herbst-Marathons

Weiter geht's mit Frankfurt, Chicago, Amsterdam und New York

Schnelle Zeiten sind auch in Frankfurt, Chicago und Amsterdam zu erwarten. In New York steht der Sieg im Vordergrund.

Herbst-Marathons

Dennis Kimetto wird nach hochklassigen Leistungen in Berlin und Tokio nun in Chicago laufen.

Bild: photorun.net

Frankfurt, Chicago und Amsterdam sind die weiteren Rennen, bei denen in den nächsten Wochen sehr schnelle Zeiten gelaufen werden können. Das Männerrennen wird in Chicago am 13. Oktober im Mittelpunkt stehen. Hier sind gleich vier Läufer mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden verpflichtet worden: Moses Mosop (2:03:06 in Boston auf einer nicht rekordtauglichen Strecke beim Debüt), Dennis Kimetto (beide Kenia/2:04:16), Ayele Abshero (Äthiopien/2:04:23) und Emmanuel Mutai (Kenia/2:04:40).

Mosop hatte seit über einem Jahr immer wieder Verletzungsprobleme und ist seit seinem dritten Platz beim Rotterdam-Marathon 2012 (2:05:03) kein Rennen mehr gelaufen. Ist er fit und stimmen alle Rahmenbedingungen, kann man ihm ebenso wie Kimetto zutrauen, sehr schnell zu laufen. Die Chicagoer Veranstalter planen einen Angriff auf den Streckenrekord von 2:04:38 Stunden.

Bei den Frauen kommt es in Chicago zu einer neuen Auflage des Duells zwischen Atsede Baysa (Äthiopien) und Rita Jeptoo (Kenia). Im vergangenen Jahr lieferten sich diese beiden einen mitreißenden Kampf um den Sieg. Am Ende gewann Baysa in 2:22:03 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung.

Caroline Kilel kehrt nach Frankfurt zurück, wo das Ziel in der Festhalle aufgebaut wird.

Bild: photorun.net

In Frankfurt und in Amsterdam haben die Organisatoren den Prozess der Athletenverpflichtungen noch nicht abgeschlossen, daher sind hier die Elitefelder nur teilweise bekannt. Auf der schnellen holländischen Strecke will Wilson Chebet am 20. Oktober einen Hattrick schaffen. Der Kenianer gewann das Rennen in den vergangenen beiden Jahren und stellte 2012 mit 2:05:41 Stunden den Kursrekord auf. Er trifft am 20. Oktober allerdings auf zwei sehr starke Konkurrenten, die schon schneller gelaufen sind als er (Bestzeit: 2:05:27). Getu Feleke (Äthiopien) hatte den Amsterdam-Marathon 2010 gewonnen und sich inzwischen auf 2:04:50 Stunden gesteigert. Bernard Koech ist der in diesem Jahr bisher schnellste kenianische Marathonläufer. In Dubai erreichte er im Januar eine Zeit von 2:04:53 Stunden. Im Juni lief Koech zudem eine beachtliche Halbmarathon-Bestzeit: In San Diego steigerte er sich auf 58:41 Minuten, wobei allerdings die Strecke leicht abfiel.

Beim BMW Frankfurt-Marathon wird am 27. Oktober unter anderen der Kenianer Vincent Kipruto ins Rennen gehen. Der Paris-Marathon-Sieger von 2009 (Bestzeit: 2:05:13) und WM-Zweite von 2011 zeigte vor kurzem eine viel versprechende Form: Anfang September gewann er bei hohen Temperaturen den Lille-Halbmarathon mit einer Bestzeit von 60:39 Minuten. Kipruto wird in Frankfurt unter anderen auf seinen Landsmann Gilbert Kirwa treffen, der das Rennen 2009 mit dem damaligen Streckenrekord von 2:06:14 Stunden gewann. Bei den Frauen kehrt die Siegerin des Jahres 2010 zurück: Caroline Kilel (Kenia), die 2011 den Boston-Marathon in 2:22:36 Stunden gewann.

Persönliche Rekorde sind das Ziel für drei deutsche Starter in Frankfurt am letzten Oktober-Sonntag. Sören Kah (LG Lahn-Aar Esterau/2:13:57) und Lisa Hahner (run2sky/2:31:28) liefen ihre Bestzeiten jeweils vor einem Jahr am Main. Beide müssten jetzt einen weiteren Schritt in der Entwicklung machen, doch beide hatten im Sommer Verletzungsprobleme. Kontinuierlich gesteigert hat sich in den vergangenen Jahren Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt/2:34:20), die erstmals in Frankfurt laufen wird und ein Ergebnis um 2:32 Stunden ins Visier nimmt.

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In New York führt die Strecke unter anderem über die Queensboro Bridge.

In New York darf man Topzeiten aufgrund der nicht leichten Strecke und des prinzipiellen Verzichtes auf Tempomacher nicht von vornherein erwarten. Es geht vor allem um den Sieg bei dem Marathon-Spektakel schlechthin. Nachdem der größte Marathon der Welt im vergangenen Jahr in der Folge eines Hurrikans abgesagt werden musste, werden die New Yorker sich mit einem großen Rennen zurückmelden wollen. Wie genau das Elitefeld zusammengesetzt sein wird, steht noch nicht fest.

Bekannt gegeben wurden von den Veranstaltern die US-amerikanischen Starter. Darunter sind Ryan Hall (Bestzeit: 2:04:58) und Meb Keflezighi (2:09:08) sowie Kara Goucher (2:24:52). Als sicher gilt der Start der London-Marathon-Siegerin Priscah Jeptoo, die mit 2:20:15 Stunden die Jahresweltbestzeit hält. Die Kenianerin zeigte vor kurzem eine außergewöhnliche Form, als sie den Halbmarathon in Newcastle in der Spitzenzeit von 65:45 Minuten gewann.

Denkbar ist, dass sie in New York auf die Olympiasiegerin Tiki Gelana und die Halbmarathon-Weltmeisterin Meseret Hailu trifft. Die Äthiopierinnen wurden allerdings von ihrem Verband bis auf weiteres gesperrt, weil sie beim WM-Marathon in Moskau frühzeitig aufgaben. Die Funktionäre vermuten, dass sie sich für einen Herbst-Marathon schonen wollten.

Nicht um eine Bestzeit geht es für Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg/2:26:21) in New York. Nachdem sie im vergangenen Jahr aufgrund des Hurrikans nicht in Big Apple starten konnte, will sie dieses Erlebnis nun nachholen. Sabrina Mockenhaupt hat sich, mit Blick Richtung Europameisterschaften 2014, kein leichtes Rennen ausgesucht für ihren Herbst-Marathon.

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