Wien-Marathon

Weidlinger und Mayr: 2010 soll besser werden

Nach Rückschlägen durch Verletzung im letzten Jahr, sind beide 2010 in Bestform und motiviert, beim Wien-Marathon den Rekord zu knacken.

Günther Weidlinger beim Wien-Marathon

Günther Weidlinger beim Wien-Marathon.

Bild: photorun.net

In seinem dritten Marathon ist Günther Weidlinger bereit, einiges zu riskieren. Der 32-Jährige peilt eine Zeit von unter 2:10 Stunden an: „Mein Motto für Sonntag lautet: No risk, no fun! Ich werde das probieren und ein gewisses Risiko gehen. Die erste Hälfte möchte ich etwa in 64:30 bis 64:45 Minuten anlaufen. Vielleicht stellt sich das als zu schnell für mich heraus, dann wird es am Schluss sehr hart, ein gutes Ergebnis ins Ziel zu bringen. Aber ein Marathon ist kein Kindergeburtstag. Wenn ich nicht auf 2:09 anlaufe, werde ich es nie wissen. Es ist das gewisse Etwas beim Marathon, dass man es vorher nicht probieren kann. Mein Minimalziel ist, dass ich schneller bin als im Vorjahr. Aber richtig zufrieden werde ich wohl nicht sein, wenn mir das knapp gelingt.“

Während Günther Weidlinger bestätigte, dass er auch bei den Europameisterschaften in Barcelona im Sommer Marathon laufen möchte, hat sich Andrea Mayr dahingehend noch nicht festgelegt. „Ich will das am Montag entscheiden“, sagte die 30-Jährige, die in Wien als Titelverteidigerin an den Start geht. In ihrem ersten und bisher einzigen Marathon kam sie vor einem Jahr nach 2:30:43 Stunden ins Ziel. Das ist nach wie vor auch der österreichische Landesrekord.

Andrea Mayr beim Wien-Marathon.

Bild: photorun.net

Ähnlich wie Günther Weidlinger lief auch sie 2009 mit einer Verletzung den Wien-Marathon. „Dieses Mal gibt es keinen Ermüdungsbruch und auch keine gerissene Sehne“, antwortete sie auf die Frage nach einem Vergleich zum vergangenen Jahr. „Meine Vorbereitung war genauso gut wie vor einem Jahr.“ Ohne Fußverletzung sollte Andrea Mayr in der Lage sein, schneller zu rennen als 2009.

„Natürlich ist es mein Ziel, die 2:30 Stunden zu unterbieten. Dahingehend habe ich trainiert und meine Zwischenzeiten entsprechend ausgerechnet. Wenn alle Bedingungen am Sonntag gut sind, dann will ich dieses Tempo angehen“, sagte Andrea Mayr, die zu den besten Bergläuferinnen der Welt gehört und auch die aktuelle österreichische Meisterin über 3.000 m Hindernis ist. Um Österreichs erste Läuferin zu werden, die den Marathon unter 2:30 Stunden absolviert, wird sich Andrea Mayr am Sonntag auf ihr eigenes Rennen konzentrieren. „Mit der Konkurrenz will ich mich erst einmal gar nicht beschäftigen – wenn, dann im letzten Viertel des Rennens. Ich hoffe, dass es mich kalt lässt, wenn die anderen schneller loslaufen.“

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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