Chicago-Marathon

Wanjiru und Mikitenko starten beim Chicago-Marathon

Der Olympiasieger Sammy Wanjiru und die Rekordhalterin Irina Mikitenko laufen am 11.10.2009 den Chicago-Marathon.

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Heißen die Sieger auch in Chicago wieder Irina Mikitenko und Sammy Wanjiru? Im April gewannen die beiden in London.

Bild: photorun.net

Sammy Wanjiru und Irina Mikitenko hatten im April den London-Marathon gewonnen. Nach ihrem Triumph in London stehen nun beide am Sonntag in Chicago am Start. Und es wäre keine Überraschung, wenn der kenianische Olympiasieger und die deutsche Rekordhalterin auch bei diesem Rennen, das neben Boston, London, Berlin und New York zu den World Marathon Majors (WMM) gehört, als Erste ins Ziel kämen. Doch die Konkurrenz beim Bank of America Chicago-Marathon ist hochklassig. Ein Sieg allerdings ist beiden nur noch theoretisch zu nehmen: In der WMM-Serie 2008-2009 führen Sammy Wanjiru und Irina Mikitenko praktisch uneinholbar. Mit rund 45.000 gemeldeten Läufern gehört das Rennen in Chicago zu den größten Marathonläufen der Welt.

In Chicago wird der erst 22-jährige Wanjiru auf einem sehr schnellen Kurs laufen, auf dem in der Vergangenheit schon mehrmals Weltrekorde aufgestellt wurden. „Ich hoffe auf eine Zeit im Bereich von 2:04 oder 2:05 Stunden“ sagte Sammy Wanjiru gegenüber der kenianischen Zeitung ,Daily Nation’.

Zu den schärfsten Konkurrenten des Halbmarathon-Weltrekordlers Wanjiru (58:33 Minuten) zählen zwei Landsleute und ein Marokkaner. Evans Cheruiyot (Kenia) geht als Titelverteidiger an den Start. Der 27-Jährige hatte 2008 bei sehr warmem Wetter in hochklassigen 2:06:25 Stunden mit über einer Minute Vorsprung gewonnen. Sein Landsmann Vincent Kipruto ist der Sieger des Paris-Marathons in diesem Jahr. Er triumphierte dort im April mit einer Kursrekordzeit von 2:05:47. Noch etwas schneller ist die Bestzeit von Abderrahim Goumri. Der Marokkaner lief in London 2008 als Dritter 2:05:30 Stunden.

Noch nie gab es beim Chicago-Marathon einen deutschen Sieg. Das will Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) am Sonntag bei der 32. Auflage des Rennens ändern. Die 37-Jährige, die in Berlin 2008 mit 2:19:19 Stunden die 2:20-Barriere durchbrach und zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten wurde, hat drei ihrer vier Marathonrennen gewonnen. Nach ihrem zweiten Platz beim Debüt 2007 in Berlin siegte sie zweimal in London (2008 und 2009) sowie vor einem Jahr in der deutschen Hauptstadt. Ob sie allerdings gut in Form ist, wird zu hoffen sein, da sie nach dem Tod ihres Vaters im Sommer einen verkürzten Trainingsaufbau hatte.

Zu ihren Konkurrentinnen zählt eine Läuferin, deren Bestzeit lediglich 17 Sekunden langsamer ist als die der Deutschen: Es ist die US-Rekordlerin Deena Kastor (2:19:36), die beim olympischen Marathon 2004 eine Bronzemedaille gewann und in Chicago bereits vor vier Jahren siegte. Nach einem im olympischen Marathon 2008 erlittenen Ermüdungsbruch läuft Deena Kastor am Sonntag erstmals wieder ein Rennen über die klassische Distanz. Zu beachten sein werden auch die Titelverteidigerin Lidiya Grigoryeva (Russland/Bestzeit: 2:25:10), Teyba Erkesso (Äthiopien/2:24:18), Mizuho Nasukawa (Japan/2:25:38) und die Russin Liliya Shobukhova. Sie lief beim London-Marathon im April ein ausgezeichnetes Debüt in 2:24:24 Stunden und belegte damit Rang drei.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net