Naturgewalt

Vulkanwolke behindert Marathonrennen

Weltweit bekamen und bekommen Marathonveranstalter die Auswirkungen der isländischen Vulkanwolke zu spüren.

Vienna City Marathon Wien 2010 a

Beim Wien-Marathon fehlten einige Topathleten. Trotzdem war ein breites Spitzenfeld am Start.

Beim Wien-Marathon am 18. April 2010 fehlten rund ein halbes Dutzend der angekündigten Athleten. Während die Topfavoriten alle mehrere Tage vorher nach Österreich geflogen waren, hatte zum Beispiel Wilson Kigen (Kenia/Bestzeit: 2:08:16) keine Chance mehr, über Amsterdam nach Wien zu fliegen. Das galt auch für eine Gruppe von Tempomachern, was wahrscheinlich einen negativen Einfluss auf die Siegerzeit hatte.

„Die Tempomacher sollten eigentlich bis 30 km im Rennen bleiben, doch der letzte von ihnen lief nur bis Kilometer 23. In der Phase danach hat keiner das Tempo forciert“, erklärte der spätere Sieger Henry Sugut (Kenia), der bei windigen Bedingungen immerhin noch 2:08:40 Stunden erreichte.

Die meisten ausländischen Freizeitläufer konnten in Wien laufen. Die Rekordzahl von 32.940 Athleten hatte sich insgesamt für die verschiedenen Wettbewerbe angemeldet. 3.798 Läufer gingen nicht an den Start und darunter waren rund 2.000 Ausländer. Etliche von ihnen werden wohl keine Chance gehabt haben, Wien zu erreichen.

„Im ersten Moment, als es nur um die Schließungen einiger britischer Flughäfen ging, waren die Konsequenzen dieses Vulkanausbruchs noch nicht realisierbar. Doch dann kam es wie Wellen und wurde immer schlimmer an den Tagen vor dem Rennen. Am Ende war dann klar, dass auch das Flächenflugzeug, das zum Übertragen der Fernsehbilder von den Motorrädern benötigt wird, nicht würde starten können. Aber der ORF hat unter diesen Bedingungen trotzdem eine hervorragende Live-Übertragung gemacht“, erzählte Race-Direktor Wolfgang Konrad, dessen Team spät ankommenden Läufern noch am Sonntagmorgen Startnummern aushändigte und sie dann umgehend per Bus zum Start brachte.

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