Frühjahrs-Marathonrennen

Vorschau auf die Frühjahrs-Marathons 2012

Der Frühling hat's in sich: Ein Top-Marathon jagt den nächsten. Was bei den World Marathon Majors (WMM) sowie in Rotterdam, Paris und Wien zu erwarten ist.

London-Marathon

Das stärkste Feld wird einmal mehr in London an den Start gehen. Dieses Bild zeigt die Spitzengruppe im vergangenen Jahr an der Tower Bridge.

Bild: photorun.net

Die große Zeit der spektakulären Frühjahrs-Marathonläufe beginnt: Nach einem famosen Marathon-Jahr 2011 wird ab Mitte April die nächste Serie von hochklassigen Rennen über die klassischen 42,195 km gestartet. Im vergangenen Jahr liefen die Männer die vier schnellsten je erzielten Zeiten. Außerdem gab es bei allen fünf Rennen der World Marathon Majors (Boston, London, Berlin, Chicago, New York) sowie beim enorm aufstrebenden Frankfurt-Marathon Streckenrekorde. Bei den Frauen blieben drei Läuferinnen unter der 2:20-Stunden-Barriere – eine Marke, die zuvor fast drei Jahre lang nicht mehr unterboten worden war. Gibt es nun im Frühjahr eine Fortsetzung dieser herausragenden Resultate?

Eine Rolle spielt dabei sicherlich, dass 2012 ein olympisches Jahr ist. Einige Topathleten wie zum Beispiel Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien) oder die aktuelle World Marathon Majors-Siegerin Liliya Shobukhova (Russland) verzichten auf einen Marathon-Start im Frühjahr, um sich ganz auf das Rennen in London Anfang August zu konzentrieren. Angesichts des recht knappen Zeitraumes zwischen den Frühjahrsrennen und den Olympischen Spielen ist dies sicher keine schlechte Planung. Kenias Top-Marathonläufer, die das Geschehen 2011 bestimmten wie nie zuvor, werden von ihrem Verband entgegen früherer Planungen doch noch zu den bedeutenden City-Rennen im April geschickt. Erst nach den Läufen in Rotterdam, Boston und London werden die Kenianer ihr Team nominieren. Für die Athleten aus dem Läuferland Nummer eins ist dies eine schwierige Situation – sie müssen zum einen, vor allem in London, ihre nationalen Konkurrenten hinter sich lassen, brauchen aber auch eine sehr schnelle Zeit, um einen der drei Startplätze zu erhalten.

Zwei starke Äthiopier werden ebenfalls in Rotterdam an den Start gehen: Getu Feleke hat eine Bestzeit von 2:05:16 und Yemane Adhane erreichte bisher 2:06:29. Doch es könnte ein Kenianer sein, der zum schärfsten Konkurrenten von Moses Mosop wird: Peter Kirui war der wichtigste Tempomacher beim Weltrekordrennen von Patrick Makau in Berlin im vergangenen September. Rund einen Monat später war er auch bei der Frankfurter Weltrekordjagd von Wilson Kipsang (Kenia) als Tempomacher im Einsatz. Am Ende entschloss sich Peter Kirui jedoch, das Rennen nicht vorzeitig abzubrechen und stattdessen bis ins Ziel zu laufen. In 2:06:31 absolvierte er am Main sein Debüt über die klassische Distanz. In Rotterdam könnte er diese Zeit deutlich unterbieten. Zu beachten sein wird in Holland auch Sammy Kitwara. Der Kenianer ist mit einer Zeit von 58:48 Minuten der viertschnellste Halbmarathonläufer der Welt.

Auf der sehr schnellen Strecke von Rotterdam will Moses Mosop am 15. April den Marathon-Weltrekord von Patrick Makau (Kenia), der in Berlin im vergangenen September 2:03:38 Stunden gelaufen war, angreifen. Der Kenianer hatte sich den Kurs nach seinem Start beim Paris-Halbmarathon, wo er mit Rang sechs in 62:00 Minuten noch keine Topform zeigte, im März angeschaut und war beeindruckt von dem flachen Kurs. „Das ist die schnellste Strecke, die ich bisher gesehen habe“, sagte Moses Mosop, der im vergangenen Jahr mit Platz zwei in Boston in 2:03:06 das schnellste Marathondebüt aller Zeiten gelaufen war und dann im Oktober in Chicago mit einem Streckenrekord von 2:05:37 gewann.

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