Tsegay Kebede

Vom Brennholzsammler zum London-Marathon-Sieger

Tsegaye Kebede liefert mit großer Konstanz Spitzenzeiten. Nun hat er den Weltrekord im Visier.

„Haile Gebrselassie war immer eine große Motivation für mich. Seine Bestzeit zu erreichen, ist mein Ziel“, antwortet Tsegaye Kebede auf die Frage nach dem äthiopischen Lauf-Superstar und dessen Marathon-Weltrekord von 2:03:59 Stunden. „Wenn ich gesund bleibe, dann kann ich seinen Weltrekord erreichen und die Zeit unterbieten.“ Mit dem Holländer Jos Hermens hat Kebede auch den gleichen Manager wie sein Vorbild Gebrselassie.

Nach den Olympischen Spielen von Peking hatte Tsegaye Kebede mehrfach bestätigt, dass er zu den besten Marathonläufern der Welt gehört. Noch im gleichen Jahr gewann er in Fukuoka mit 2:06:10 Stunden, 2009 lieferte er sich dann in London ein dramatisches Duell mit Kenias Olympiasieger Sammy Wanjiru. Damals wurde Kebede mit zehn Sekunden Rückstand Zweiter in 2:05:20. Einer weiteren Bronzemedaille beim Berliner WM-Marathon 2009 folgte eine erfolgreiche Titelverteidigung in Fukuoka mit einer erneuten Bestzeit (2:05:18). Nur um eine Sekunde verpasste Tsegaye Kebede nun in London diesen persönlichen Rekord.

„Ich bin sehr froh über meine Siegzeit. Dass ich meine Bestzeit knapp verpasst habe, ist nicht schlimm. Ohne den anfänglichen Regen und die dadurch rutschigen Straßen wäre ich wahrscheinlich unter 2:05 Stunden gelaufen“, erklärte Tsegaye Kebede, der seit 2008 bei allen seinen großen Marathonrennen nie schlechter als auf Platz drei platziert war. Bereits dreimal in seiner Karriere erreichte er dabei Zeiten von unter 2:05:30 Stunden. Nur einem gelang dies bisher viermal: Haile Gebrselassie.

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Der London-Marathon-Sieger