Bad Salzuflen

Volkslauf mit Luxusproblem und Notbremse

Der Bad Salzuflen Marathon war mit 1500 Startern ausverkauft.

Bad Salzuflen Marathon

Der Start des Marathons in Bad Salzuflen.

Der Bad Salzuflen Marathon hat ein Luxusproblem. Während bundesweit andere Volksläufe in dieser Größenordnung über rückläufige Teilnehmerzahlen jammern, wurde der Lauf im letzten Jahr förmlich überrannt. Deshalb hat der Ausrichter LC 92 Bad Salzuflen dieses Jahr die „Notbremse“ gezogen. Erstmals wurde die Teilnehmerzahl auf 1500 Starter begrenzt. Am Samstag gab es am Obernberg einige traurige Gesichter von Läufern, die noch auf eine kurzfristig freiwerdende Startnummer hofften und enttäuscht wurden.

Das dichte Feld der Marathonläufer auf der Strecke.

Der Baukastenlauf ist nach dem Hermannslauf der beliebteste Landschaftslauf in Ostwestfalen und lockt Sportler aus ganz Deutschland und den benachbarten Ausland an.

Temperaturen um die zehn Grad und viel Sonnenschein sorgten für gute äußere Bedingungen. Die Strecke war in sehr gutem Zustand. Daran konnte auch eine frühmorgendliche Sabotage nichts ändern. Störenfriede hatten im Schutze der Dunkelheit zahlreiche Pfeilmarkierungen verwischt. Um den groben Umfug auf die Spitze zu treiben, führte zudem ein neuer Pfeil aus Sägespänen in tiefen, morastigen Boden. Nur gut, dass aufmerksame Streckenposten die falsche Markierung entdeckten und mit Schaufel und frischer Kreide die Fehler beheben konnten.

Persönliche Bestzeiten waren aber trotzdem nicht zu erwarten. Das steht in Bad Salzuflen aber auch nicht im Vordergrund. Der Baukastenlauf ist ein Erlebnislauf mit abwechslungsreicher Naturstrecke und individuellen Trainingsmöglichkeiten.

Den Marathon entschied erstmals Sascha Velten vom Lüttringhauser TV für sich. Der Ultraläufer aus Remscheid trainiert zur Zeit für die Deutsche Meisterschaft im 100-Kilometer-Lauf. Der Bad Salzuflen Marathon war für ihn eine Härtetest, um die Form und das Tempogefühl zu überprüfen. Seine angepeilte Zeit von 2:48 Stunden konnte er um knapp vier Minuten unterbieten. Ein gutes Zeichen für die Deutsche Meisterschaft im April. Auf Platz kam Mathias Nahen vom TV Jahn Bad Driburg durchs Ziel. Robert Scholz (Die Unbestechlichen) war dieses Jahr zwei Minuten schneller als 2006. Der Lohn: Nach dem vierten Platz vor zwei Jahren schaffte er es als Dritter aufs Treppchen.
Bei den Damen trat die mehrfache Siegerin Nicole Bornhuetter nicht an. Auch die 14-fache Deutsche Meisterin Birgit Lennartz kam nicht in Ziel. Eine starke Erkältung zwang sie dazu, aus dem Lauf auszusteigen. Die Gunst der Stunde nutzte Anja Bitter vom SC Melle 03. Sie gewann mit deutlichem Vorsprung vor Silvia Rusche ((TuS Sythen) und Simone Hamann ( Ski-Club Springe).

Bad Salzuflen Marathon
Unterwegs wurden die Läufer gut verpflegt.

Die beliebteste Distanz war in diesem Jahr der Lauf über 26-Kilometer. Fast ein Drittel der Finisher trat auf dieser Strecke an. Für den Vorjahresersten Stephan Schröder reichte es diesmal nicht ganz zum Sieg. Der Triathlet vom TSVE 1890 Bielefeld musste sich knapp Uwe Kramp (Endspurt OWL) geschlagen geben. Auf der 18-Kilometer-Strecke lief ebenfalls ein Starter von „Endspurt OWL“ auf Platz eins. Thomas Grotendiek kam mit über drei Minuten Vorsprung vor Sebastian Kalinski (TG Werste) und seinem Vereinskollegen Martin Brand durchs Ziel. Grotendiek hatte bereits im Vorjahr den zweiten Platz auf dieser Distanz geschafft. Den Erfolg für „Endspurt OWL“ perfekt machte Martina Sohl. Sie konnte sich bei den Damen gegen Sandra Lüring (Marathon Steinfurt) und Margret Wiegmann (Lübbecke) durchsetzen.

Beim 10 Kilometer Volkslauf führt seit Jahren kein Weg an Katjana Quest-Altrogge vorbei. Die Lokalmatadorin lief zum sechsten Mal in Folge souverän als erste Frau durchs Ziel. Ihre Vereinskollegin von der TG Lage Juliane Brokmann erreichte Platz drei. Auch bei den Männern siegte ein heimischer Athlet. Oliver Völkner von der LG Lage-Detmold verwies knapp Dominik Treuherz, der im Herbst bei der Triathlon WM in Hamburg Vizeweltmeister seiner Altersklasse wurde, auf den zweiten Platz. Teilnehmerstärkste Gruppe waren Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Werl-Aspe. Der Start beim Volkslauf stand im Rahmen des Sport-Leistungskurses auf dem Programm.
Die im Rahmen des Zehn-Kilometer-Laufes veranstaltete "Salomon-Sprintwertung" gewannen ebenfalls Oliver Völker und Katjana-Quest-Altrogge. Sie erhielten für die schnellste Zeit auf dem ersten Kilometer jeweils ein Paar hochwertige Salomon-Laufschuhe.

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