Xiamen-Marathon 2016

Vincent Kipruto meldet sich mit Sieg zurück

Vincent Kipruto, der 28-jährige Kenianer, gewann den ersten international bedeutenden Lauf über die klassische Distanz mit 2:10:18 Stunden.

Vincent Kipruto

Vincent Kipruto gewann erstmals seit 2013 wieder ein großes Rennen.

Bild: photorun.net

Vincent Kipruto hat sich zum Jahresbeginn mit einem Sieg beim chinesischen Xiamen-Marathon zurückgemeldet. Der 28-jährige Kenianer gewann den ersten international bedeutenden Lauf über die klassische Distanz mit 2:10:18 Stunden. Schnellste Frau war die Äthiopierin Worknesh Edesa, die nach guten 2:24:04 im Ziel war. Obwohl Weltklassezeiten in diesem Jahr in Xiamen ausblieben, setzten die Sieger ein erstes Maß im Olympiajahr 2016. Es ist allerdings davon auszugehen, dass diese Ergebnisse beim Dubai-Marathon in wenigen Wochen unterboten werden. Rund 27.000 Läufer starteten beim Xiamen-Marathon.

Zehn Kilometer vor dem Ziel liefen noch sechs Athleten in der Spitzengruppe. Kipruto hatte dabei ausschließlich äthiopische Konkurrenten. Vier von ihnen fielen bis Kilometer 39 zurück. Doch den erst 19-jährigen Shura Kitata, der erst vor zwei Monaten seine Bestzeit von 2:08:53 gelaufen war, wurde Vincent Kipruto nicht los. Erst in einem Spurtduell auf den letzten 200 Metern konnte sich der Kenianer schließlich durchsetzen. Mit 2:10:20 wurde Kitata Zweiter vor seinem äthiopischen Landsmann Feyisa Bekele (2:11:09).

Für Vincent Kipruto war es der erste große Sieg in einem bedeutenden Straßenrennen seit Oktober 2013. Damals hatte er den Frankfurt-Marathon mit 2:06:15 Stunden gewonnen. Der Kenianer hat eine Weltklasse-Bestzeit von 2:05:13, die er 2010 in Rotterdam aufgestellt hatte.

Mit ihrer Siegzeit von 2:24:04 steigerte sich Worknesh Edesa gleich um rund sieben Minuten. Vor einem Jahr war sie als Siegerin in Marrakesch 2:31:06 gelaufen. Die Rennen in Marokko und nun China sind die bisher einzigen beiden Marathonläufe der 23-Jährigen, die ansonsten noch nicht international in Erscheinung getreten ist. Edesa hatte sich bereits nach rund 25 km von ihren Konkurrentinnen gelöst und war klar vor ihren Landsfrauen Marta Lema (2:24:32) und Fantu Eticha (2:26:53) im Ziel.