Superzeit

Vincent Kipruto gewinnt hochklassigen Paris-Marathon

Vincent Kipruto gewann den Paris-Marathon in der Superzeit von 2:05:47 Stunden. 30.000 liefen mit.

Paris-Marathon 2009

Über 30.000 Läufer starteten beim Paris-Marathon.

Mit einem Paukenschlag endete der erste der großen Frühjahrs-Marathonläufe am Sonntag morgen in Paris: Der Kenianer Vincent Kipruto gewann das Rennen in 2:05:47 Stunden und wurde damit zu diesem Zeitpunkt zum sechstschnellsten Marathonläufer aller Zeiten. Es war zudem die achtbeste Zeit aller Zeiten. In diesem Jahr war vor Kipruto nur einer schneller: Haile Gebrselassie mit 2:05:29 Stunden in Dubai im Januar. Das Frauenrennen gewann die Äthiopierin Atsede Bayisa in 2:24:42 Stunden. Das ist die viertschnellste Zeit des Jahres bisher. Bei sehr gutem, kühlem Laufwetter gingen in Paris über 30.000 Läufer an den Start.

Der erst 21-jährige Sieger Vincent Kipruto war mit einer persönlichen Bestzeit von 2:08:16 Stunden, die er im vergangenen Jahr als Dritter des Reims-Marathons aufgestellt hatte, nach Paris gereist. Nun steigerte er sich auf sehr hohem Niveau um fast drei Minuten. Das Rennen war von Beginn an schnell. Eine achtköpfige Spitzengruppe erreichte die Halbmarathonmarke nach 62:46 Minuten.

Einer nach dem anderen fiel dann aus der Führungsgruppe heraus. Doch die Entscheidung fiel erst bei Kilometer 39. Hier gelang es Vincent Kipruto auch seinen letzten Verfolger hinter sich zu lassen: den Äthiopier Bado Worku. Während der Kenianer mit 2:05:47 Stunden den sechs Jahre alten Streckenrekord seines Landsmannes Mike Rotich (2:06:33) deutlich verbesserte und für diese Leistung 50.000 Euro erhielt, rannten auch die hinter ihm platzierten Läufer noch hervorragende Zeiten. Gleich fünf weitere Athleten erreichten Ergebnisse von unter 2:07 Stunden.

In seinem Debüt kam der zweitplatzierte Bado Worku nach 2:06:15 Stunden ins Ziel. Dritter wurde der Kenianer David Kiyeng, der seine Bestzeit um fast eineinhalb Minuten auf 2:06:26 steigerte. Auf den nächsten Plätzen folgten Yemane Adhane (Äthiopien/2:06:30), Rachid Kisri (Marokko/2:06:48) und David Mandago (Kenia/2:06:53). Auch diese drei Läufer nutzten die optimalen Bedingungen jeweils für neue Bestzeiten.

Vergleichsweise nicht ganz so schnell war das Frauenrennen in Paris. Hier entwickelte sich in der Schlussphase des Rennens ein äthiopischer Dreikampf: Die spätere Siegerin Atseda Bayisa lief gemeinsam mit ihren Landsfrauen Aselefech Mergia und Ashu Kasim an der Spitze. Kasim fiel dann als erste zurück. Und am Ende des Rennens konnte sich Bayisa von der Debütantin Mergia lösen. Mit 2:24:42 steigerte auch die Siegerin ihre Bestzeit deutlich. Mit einer Zeit von 2:29:08 war die Äthiopierin nach Paris gekommen. Für ihren Sieg erhielt die 21-Jährige eine Prämie von 25.000 Euro. Den Streckenrekord von Marleen Renders (Belgien), die 2002 in 2:23:05 gewonnen hatte, konnte sie nicht gefährden.

Zweite wurde Aselefech Mergia mit 2:25:02 Stunden, Rang drei ging an Christelle Dauney mit 2:25:43. Die Französin hatte auf den letzten Kilometern noch Ashu Kasim (2:25:49) auf Rang vier verwiesen und war dann in Landesrekordzeit ins Ziel gestürmt. Fünfte wurde mit deutlichem Abstand Julia Muraga (Kenia/2:29:10).

Ebenfalls am Sonntag wurde der Berliner Halbmarathon gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie hier.

Text: race-news-service.com
Foto: Paris-Marathon