201,56 Meter fehlten

Veranstalter dementieren falsche Streckenlänge

Der österreichische Leichtathletik-Verband lässt sich von den Beteuerungen der Veranstalter nicht beeindrucken.

Die Veranstalter bestätigten zwar, dass das besagte Streckenstück abgeschnitten wurde, verkünden auf ihrer Webseite jedoch: ,Der Linz-Marathon war ganz sicher um keinen Meter zu kurz. Alle die den Linz-Marathon gelaufen sind, können sicher sein, die gesamte Distanz von 42,195 Kilometern zurückgelegt zu haben.’

Wie das geht? Indem die Linzer einfach die einzige international anerkannte Methode zur Streckenvermessung als altmodisch und überholt einstufen und sich auf eine digitale Vermessung kurz vor dem 11. April sowie diverse GPS-Daten stützen. Ein Teilnehmer, so heißt es, habe aufgrund seiner individuellen GPS-Daten ermittelt, dass er in Linz knapp 42,4 km gelaufen ist. Das wären plötzlich 200 Meter mehr anstatt 200 zu wenig!

Man müsste sich als nächstes fragen, ob in den Jahren zuvor in Linz alle Teilnehmer 400 Meter zu viel gelaufen sind und wie demnach die Strecke 2011 aussehen wird. Doch die gesamte Argumentation hat die Oberösterreicher bereits ins sportliche Abseits geführt. Der ÖLV verstand keinen Spaß mit 42,195 km plus-minus 200-Linz-Metern’.

Nach Rücksprache mit der IAAF und AIMS wurde dem Linz-Marathon der internationale Status als Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaften in Daegu 2011 aberkannt. Da werden sich Österreichs WM-Kandidaten wohl alle Richtung Wien-Marathon orientieren – ganz ohne GPS.

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Strecke beim Linz-Marathon zu kurz