Athen-Marathon 2010

Überraschungssieger beim Athen-Marathon

Paul Bett gewinnt mit 2:12:40 überraschend den Athen-Marathon. Rasa Drazdauskaite macht mit 2:31:06 die Überraschung perfekt.

Paul Bett siegt mein Athen-Marathon

Der Kenianer Paul Bett gewinnt überraschend den Athen-Marathon.

Bild: photorun.net

Mit einer Überraschung endete das große Marathon-Jubiläum in Athen: Der Kenianer Paul Bett, der vor dem Start nicht zu den Favoriten gezählt hatte, und die Litauerin Rasa Drazdauskaite gewannen den Klassiker mit Veranstaltungsrekorden von 2:12:40 beziehungsweise 2:31:06 Stunden. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, beteiligten sich an dem 2.500-Jahre-Jubiläum rund 20.000 Läufer. 490 vor Christus war der Bote Pheidippides von Marathon nach Athen gelaufen, um den Sieg der Griechen über die Perser zu vermelden. Danach soll er tot zusammen gebrochen sein. Aus dieser Legende entstand der Marathonlauf.

Da Rasa Drazdauskaite für die parallel stattfindenden Militär-Weltmeisterschaften gemeldet war, stand ihr Name nicht auf der Liste der Favoriten des Rennens. Doch unmittelbar nach dem Start war klar, dass die Litauerin auf dem Weg in das antike Panathinaikon-Stadion schwer zu schlagen sein würde. Von Beginn an übernahm die 29-Jährige die Führung und vergrößerte ihren Vorsprung ständig. Mit 2:31:06 Stunden verbesserte Rasa Drazdauskaite schließlich den Veranstaltungsrekord von Svetlana Ponomarenko um mehr als zwei Minuten. Die Russin war vor drei Jahren 2:33:19 Stunden gelaufen.

Für Rasa Drazdauskaite war es ihr vierter Marathon und sicherlich ihr bester. Ihren persönlichen Rekord von 2:30:29 Stunden war sie vor einem Jahr beim Frankfurt-Marathon gelaufen. Doch ihre Leistung in Athen ist angesichts der schweren Strecke von Marathon nach Athen deutlich höher einzuschätzen. Mit großem Vorsprung gewann Rasa Drazdauskaite das Jubiläumsrennen. Olga Glok (Russland) wurde Zweite in 2:33:51 Stunden, die Ukrainerin Svitlana Stanko rannte auf Rang drei mit 2:38:59.

„Während der ersten 10 Kilometer wurde mir sehr warm, aber dann hat mir jemand eine Sonnenmütze gegeben und es ging besser“, erzählte Rasa Drazdauskaite. Nach Anfangstemperaturen von rund 13 Grad Celsius wurde es schnell deutlich wärmer während des Rennens. „Ursprünglich wollte ich heute in Frankfurt Marathon laufen, aber jetzt bin ich glücklich, dass ich hier gestartet bin – es ist ein historisch bedeutendes Rennen. Die Armee hatte entschieden, dass ich bei der Militär-WM starten soll.“

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