Warschau-Marathon 2014

Über 30.000 Läufer und schnelle Zeiten

Beim Warsaw-Marathon im polnischen Warschau siegte Tadesse Tola in 2:06:55 Stunden. Lokalmatador Henryk Szost wurde polnischer Meister und Gesamtdritter in 2:08:55.

Warschau-Marathon 2014 - Die Bilder
Henryk Szost beim Warsaw-Marathon 2014

Der Pole Henryk Szost freut sich beim Zieleinlauf über seinen dritten Rang und die polnische Meisterschaft in einer Klassezeit.

Bild: Veranstalter

Topfavorit Tola siegte beim Warschau-Marathon 2014

Am 13. April 2014 fand der Warsaw-Marathon im polnischen Warschau zum zweiten Mal statt. Über 30.000 Läufer traten insgesamt beim Marathon, 10-km-Rennen und Spendenlauf über 4,6 Kilometer an. Sowohl in sportlicher als auch in organisatorischer Hinsicht wurde das noch junge Laufsportevent ein voller Erfolg.

Bei den Männern siegte Topfavorit Tadesse Tola aus Äthiopien in 2:06:55 Stunden. Er lief die schnellste je auf polnischem Boden gelaufene Zeit über 42,195 Kilometer. Auf Platz zwei folgte der Kenianer Levy Matebo in 2:08:09 Stunden. Dritter und gleichzeitig polnischer Meister wurde der Pole Henryk Szost in 2:08:55 Stunden. Der passionierte Jäger blieb bereits zum vierten Mal deutlich unter der für die meisten Europäer magischen 2:10 Stunden-Marke. Unter den weißen Europäern gehört er immer noch zu den schnellsten Marathonläufern. Ähnlich wie Anna Hahner beim Wien-Marathon verfolgte er eine Taktik, in der er sich voll und ganz auf seine eigenen Zeitvorgaben konzentrierte ohne sich vom Tempo seiner Konkurrenten verleiten zu lassen.

Das Frauenrennen gewann die Äthiopierin Bizuayehu Ehile in 2:30:30 Stunden. Zweite wurde die Polin Iwona Lewandowska mit einer Zeit von 2:32:42 Stunden. Maryna Damatsevich aus Weißrussland überquerte als Dritte die Ziellinie in 2:33:56.

Das Siegerpodest mit den drei schnellsten Männern beim Warsaw-Marathon 2014.

Bild: Veranstalter

Attraktive und schnelle Strecke beim Warsaw-Marathon 2014

Die starken Laufzeiten der Eliteläufer sind unter anderem auch der flachen Strecke in der polnischen Hauptstadt zu verdanken. Eine nennenswerte Steigung gibt es nur in den Anfangskilometern. Die Läufer passieren die schönsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Bauwerke der polnischen Hauptstadt. Gleich nach dem Start überqueren die Marathonläufer die Weichsel auf der Poniatowski-Brücke, um dann direkt zu den Jerusalemer Aleen zu gelangen, wo auf sie das Nationalmuseum, der Zentralbahnhof und der Orco-Tower warten.

Am Charles-de-Gaulle-Platz macht die Route einen Knick um 90 Grad und verläuft bis zum Halbmarathon-Wendepunkt entlang des Warschauer Königswegs Richtung Süden aus dem Stadtkern heraus. Die Teilnehmer passieren unter anderem das Schloss Ujazdowski, den weltberühmten Lazienki-Park mit dem Belvedere-Palast und viele weitere Denkmäler. An der Wendemarke im südlichsten Stadtrand angelangt geht es dann mit weiter östlich gelegenen Straßen wieder nach Norden. Bei etwa Kilometer 26 wird neben dem Wilanow-Schlosspark mit dessen wunderschönem Barockschloss und Gartenanlage vorbeigelaufen.

Nachdem die Läufer die attraktive Swietokrzyski-Brücke durchquert haben, bleiben ihnen nur noch zwei Kilometer bis zum Ziel, das sich in der Nähe des Stadions befand. Start- und Zielbereich sind nicht identisch, beide Punkte sind aber in der Nähe des Warschauer Nationalstadions. Der Startbereich befindet sich in einem Areal zwischen der Weichsel und der Sportstätte auf der dortigen Hauptstraße. Der Zieleinlauf der Marathonläufer ist in unmittelbarer Nähe auf einer Parallelstraße beim Skaryszew-Park.

Gute Organisation beim Warsaw-Marathon 2014

"Ich freue mich, dass der Warsaw Marathon zu einer Veranstaltung wird, die Sportler von Weltrang anzieht" – sagte Leszek Kurnicki, Chef des Organisationskomitees vom Warsaw Marathon. Zudem betonte er: "Wir legen großen Wert darauf, dass das Niveau dieser Veranstaltung von Jahr zu Jahr wächst und dass sie weltweit immer wahrnehmbarer wird."

Obwohl der Warschauer Frühlings-Marathon immer noch als eine neue und nicht zu Ende entdeckte Laufdestination auf der Landkarte Europas gilt, erlangt er immer größeres Ansehen unter Läufern, die die Reize der Stadt, eine gut vorbereitete Strecke und die professionell organisierte Veranstaltung zu schätzen wissen. Der Termin der dritten Auflage ist schon jetzt bekannt: 26. April 2015.

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