London-Marathon 2013

Tsegaye Kebede und Priscah Jeptoo gewinnen London-Marathon 2013

Rund 35.000 Läufer gingen beim London-Marathon 2013 an den Start, bei dem Tsegaye Kebede (Äthiopien/2:06:34 h) und Priscah Jeptoo (Kenia/2:20:15 h) triumphierten.

London-Marathon 2013 - Bilder
London-Marathon 2013

Tsegaye Kebede kurz vor seiner Aufholjagd in London.

Bild: photorun.net

Tsegaye Kebede und Priscah Jeptoo sind die Sieger des London-Marathons. Nach einer dramatischen Aufholjagd auf den letzten sieben Kilometern triumphierte der 26-jährige Äthiopier mit 2:06:04 Stunden. Lange Zeit lag die Spitzengruppe in London auf Weltrekordkurs, doch die Läufer bekamen am Ende die Quittung für ein viel zu schnelles Anfangstempo. Etliche Topläufer brachen im bestbesetzten City-Marathon aller Zeiten ein, was dazu führte, dass am Ende nicht einer der ganz großen Favoriten vorne war. Hinter Tsegaye Kebede belegten Emmanuel Mutai (Kenia/2:06:34) und Ayele Abshero (Äthiopien/2:06:57) die nächsten Ränge.

In der Bildergalerie über diesem Absatz präsentieren wir Ihnen Thomas Wennings Fotoauswahl vom London-Marathon 2013.

Bei den Frauen stellte Priscah Jeptoo mit 2:20:15 Stunden eine Jahresweltbestzeit auf. Die kenianische Olympia-Zweite war deutlich vor der Weltmeisterin Edna Kiplagat (Kenia/2:21:32) im Ziel.

Hier finden Sie ein Porträt der Siegerin Priscah Jeptoo.

Dritte wurde überraschend die Japanerin Yukiko Akaba mit 2:24:43. Großes Pech hatte die Olympiasiegerin Tiki Gelana. Die Äthiopierin kollidierte an einem Verpflegungsstand bei Kilometer 15 mit einem Rollstuhlfahrer und stürzte auf die Straße. Trotzdem gab Tiki Gelana nicht auf. Sie erreichte das Ziel auf Rang 16 in 2:36:55.

Für die Welt des Laufsports hat der London-Marathon auch ohne Rekorde ein starkes Zeichen gesetzt. Rund 35.000 Läufer gingen in London an den Start. Viele von ihnen trugen als Zeichen des Mitgefühls für die Opfer des Anschlages beim Boston-Marathon sechs Tage zuvor ein schwarzes Band. Vor dem Start des Londoner Massenrennens hatte es eine Schweigeminute gegeben. Außerdem spenden die Veranstalter für jeden Läufer, der am Buckingham Palast das Ziel erreichte, zwei Pfund zugunsten der Boston-Opfer. Bei voraussichtlich rund 34.000 Finishern wird eine Summe von gut 100.000 US-Dollar zusammenkommen.

Bei sonnigem Wetter säumten viele hunderttausend Zuschauer – mehr als in den letzten Jahren – die Strecke und sorgten für prächtige Stimmung bei dem Laufspektakel. „Das war eine fantastische Reaktion auf die Bombenanschläge von Boston – es war typisch Britisch. Mir wurde gesagt, dass heute so viele Zuschauer an der Strecke waren wie seit vielen Jahren nicht mehr. So was (die Boston-Anschläge, d. Red.) kann uns nicht umwerfen. Für mich war es gar keine Option, hier heute nicht zum Marathon zu kommen. Das gleiche galt auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer“, erklärte Prinz Harry, der bei der Siegerehrung die Pokale überreichte, in einem Interview mit der BBC im Zielbereich. Der Prinz hob auch den enormen Wert des Charity-Running hervor. Läufer des London-Marathons sammeln jedes Jahr Spenden für gemeinnützige Zwecke in zweistelliger Millionenhöhe. 2012 kam dabei die Rekordsumme von rund 60 Millionen Euro zusammen.

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