Sabrina Mockenhaupt

Trainieren wie Mocki: Tempowechselläufe

Sabrina Mockenhaupt

Mockenhaupt trainiert eher mit unkonventionellen Methoden.

Bild: Norbert Wilhelmi

„So wie Sabrina Mocken­haupt kein Typ von der Stange ist, so ist es auch ihr Training nicht“, sagt Langstrecken-Bundestrainer Detlef Uhlemann. Sicherlich liegt das Geheimnis ihres Erfolgs auch in der unkonventionellen Art des Trainings, das ihr Trainer Heinz Weber bevorzugt. Sabrina Mockenhaupt bringt es auf den Punkt: „Viele Weltklasseläuferinnen laufen pro Woche mehr Kilometer, laufen im Training aber nicht so schnell wie ich. Ich mache hohe Intensitäten: Ein Dauerlauf endet ­immer bei 3:40 Minuten pro Kilometer. Aber ich mache keine richtigen Intervallläufe, sondern steigere und verlang­same meine Geschwindigkeit während des Laufs, und das ohne Pausen.“ Ihr langjähriger Trainer Heinz Weber ist ein Verfechter des Ausdauertrainings. Deshalb macht Sabrina Mockenhaupt im Training selten ein klassisches Intervalltraining, sondern bevorzugt sogenannte Tempo­wechselläufe.

Diese ähneln eher einem klassischen Fahrtspiel, bei dem man das Lauf­tempo nach Gefühl variiert. Bei Tempo­wechsel­läufen folgt ­einer langsamen Einlaufphase ein steter Wechsel zwischen zwei bis acht Minuten langen Belastungen im Bereich von 85 bis 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz (HFmax) und „Erholungs­phasen“, die ­immerhin mit 80 bis 83 Prozent der HFmax gelaufen werden. Das ist anstrengend, bringt den Läufer aber nie in den kritischen Bereich jenseits der ­aerob-anaeroben Schwelle, in dem die Muskulatur mehr Laktat anhäuft, als der Körper abbauen kann. „Nach einem intensiven Intervalltraining tut mir am nächsten Tag die Musku­latur weh“, sagt Mocken­haupt, „nach einem Tempowechseltraining kann ich am kommenden Tag schon wieder zweimal trainieren.“

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