Chicago-Marathon

Tirunesh Dibaba fordert Florence Kiplagat heraus

Beim Chicago-Marathon am 8. Oktober strebt Florence Kiplagat einen "Hattrick" an. Tirunesh Dibaba will genau das verhindern.

Bank of America Chicago Marathon

Florence Kiplagat will zum dritten Mal in Chicago gewinnen.

Bild: Bank of America Chicago Marathon

Tirunesh Dibaba fordert Titelverteidigerin Florence Kiplagat beim Chicago-Marathon am 8. Oktober heraus. Die Kenianerin hat das Rennen, das zu den Abbott World Marathon Majors gehört, in den vergangenen beiden Jahren jeweils gewonnen und strebt nun einen „Hattrick“ an. Zudem wäre Kiplagat dann auch die alleinige Rekord-Siegerin des Chicago-Marathons. Zwar hatte Liliya Shobukhova dreimal in Chicago gewonnen, jedoch wurden der Russin diese Titel aufgrund ihres Dopingvergehens wieder aberkannt.

Eine erneute Titelverteidigung wird für Florence Kiplagat jedoch nicht einfach. Denn nach ihrer beeindruckenden Steigerung beim London-Marathon im April ist Tirunesh Dibaba als Favoritin anzusehen. Die Äthiopierin lief an der Themse als Zweite hinter Mary Keitany (Kenia) 2:17:56 Stunden. Damit wurde sie zur drittschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten und zur äthiopischen Rekordhalterin. Vor kurzem bewies sie in London bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften ihre Topform: Im 10.000-m-Finale gewann sie hinter ihrer Landsfrau Almaz Ayana die Silbermedaille.

In den vergangenen Jahren hatten die Veranstalter auf den Einsatz von Tempomachern in Chicago verzichtet. Ob das auch am 8. Oktober wieder der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Mit dem Einsatz von „Hasen“ wäre es für Dibaba auf der schnellen Strecke durchaus möglich, ihre Bestzeit weiter zu steigern.

Während bei den Frauen das Duell Kiplagat gegen Dibaba im Vordergrund steht, wurden für das Männerrennen unter anderen der Welt- und Streckenrekordler Dennis Kimetto sowie sein kenianischer Landsmann Abel Kirui, der als Titelverteidiger an den Start gehen wird, verpflichtet. Beide kamen jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr an ihre besten Zeiten heran. Kimetto lief 2013 den Chicagoer Kursrekord von 2:03:45. Ein Jahr später stellte er in Berlin die aktuelle globale Bestzeit von 2:02:57 Stunden auf. Der zweifache Marathon-Weltmeister Abel Kirui (2009 und 2011) hat einen persönlichen Rekord von 2:05:04. Vor einem Jahr reichten ihm 2:11:23 Stunden zum Sieg in Chicago. Zu den Gegnern von Kimetto und Kirui wird Zersenay Tadese zählen. Der Halbmarathon-Weltrekordler aus Eritrea (58:23 Minuten) hat aber bisher sein großes Potenzial noch nicht auf die Marathondistanz übertragen können und wartet auf die erste Zeit von unter 2:10. Sein persönlicher Rekord steht seit 2012 bei 2:10:41.