Das Marathonjahr 2010

Teil 2: Marathonbilanz Frauen international

2010 blieben weltweit 21 Läuferinnen unter 2:25 Stunden. Schnellste war die Russin Shobukhova in 2:20:25 Stunden.

Liliya Shobukhova

Liliya Shobukhova war die überragende Marathonläuferin des Jahres 2010.

Bild: photorun.net

Liliya Shobukhova ist die unumstrittene Marathonkönigin des Jahres 2010. Die 32-jährige Russin lief gleich zweimal schneller als der Rest der Welt. Im Frühjahr steigerte sie bei ihrem überzeugenden Sieg in London mit genau 2:22 Stunden ihre persönliche Bestleistung bereits deutlich. Dann legte sie im Herbst in Chicago mit einer herausragenden Zeit von 2:20:25 Stunden nach, gleichzeitig neuer russischer Rekord. Nach soliden Leistungen im Vorjahr scheint Shobukhova endgültig auf der Marathondistanz angekommen zu sein. Ihrer enormen Grundschnelligkeit – sie hält mit 14:23,75 Minuten den Europarekord über 5.000 Meter – haben ihre Konkurrentinnen in der Schlussphase der Rennen nichts entgegenzusetzen.

So sicherte sie sich auch den Gesamtsieg in der World-Marathon-Majors-Serie. Hier löst sie Irina Mikitenko ab, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Prämie von 500.000 US-Dollar einstrich. Die Deutsche war es auch, die als bislang letzte Frau schneller lief als Shobukhova. 2:19:19 Stunden benötigte sie vor zwei Jahren bei ihrem Triumph in Berlin. 2:20:25 Stunden bedeuten für Shobukhova dennoch, dass sie nun die zehntschnellste Marathonläuferin aller Zeiten ist.

Am nächsten kommt Lilija Shobukhova in diesem Jahr noch Atsede Baysa mit ihrer Siegerzeit von 2:22:04 Stunden aus Paris. Die erst 23-Jährige führt ein starkes äthiopisches Kontingent an. Sechs der zehn schnellsten Marathonzeiten gehen auf das Konto der Läuferinnen aus Ostafrika.

Auf Platz drei der Weltjahresbestenliste liegt jedoch mit Inga Abitova eine weitere Russin. Sie wurde beim London-Marathon in 2:22:19 Stunden Zweite hinter Shobukhova. Dort stellten auch die Äthiopierinnen Aselefech Mergia (2:22:38 Stunden) und Bezunesh Bekele (2:23:17 Stunden) ihre Saisonbestleistungen auf, genug für Rang vier und acht weltweit.

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