Das Marathonjahr 2010

Teil 1: Marathonbilanz Männer international

Niemals zuvor gab es über Marathon so viele Spitzenleistungen in einer Saison. Zehn Männer liefen unter 2:06 Stunden. Unsere Marathonbilanz.

Wilson Kipsang beim Frankfurt-Marathon 2010

Wilson Kipsang siegte beim Frankfurt-Marathon.

Bild: photorun.net

Mit dem New-York-City-Marathon endet traditionell die Herbstsaison im Marathon. Zeit, eine Bilanz zu ziehen, auch wenn mit Fukuoka im Dezember noch ein bedeutendes Rennen aussteht. 2010 war in vielerlei Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr. Niemals zuvor gab es so viele Spitzenleistungen in einer Saison. Zehn Männer liefen unter 2:06 Stunden, zweien davon gelang dieses Kunststück binnen Jahresfrist sogar doppelt.

Der Führende der Weltjahresbestenliste ist Patrick Makau aus Kenia. Im Frühjahr rannte er beim Rotterdam-Marathon 2:04:48 Stunden, nur 49 Sekunden langsamer als der aktuelle Weltrekord. Dicht auf seinen Fersen folgte ihm damals sein Landsmann Geoffrey Mutai in 2:04:55 Stunden. Nur wenig langsamer war das Duo im Herbst beim Berlin-Marathon. Die Zeiten die dort mit 2:05:08 und 2:05:10 Stunden zu Buche stehen, sind angesichts des Dauerregens in Berlin, vielleicht noch wertvoller.

Die schnellste Zeit in diesem Jahr auf deutschen Boden, und die drittschnellste weltweit, wurde aber überraschenderweise nicht in der Hauptstadt aufgestellt, sondern beim Frankfurt-Marathon. In seinem erst zweiten Marathon verschaffte die der Kenianer Wilson Kipsang mit seiner Siegerzeit von 2:04:57 Stunden Zugang zu einem ganz exklusiven Kreis. Er ist erst der achte Athlet, der unter 2:05 Stunden blieb. An dieser Marke scheiterte Vincent Kipruto, ebenfalls aus Kenia, mit seinen in Rotterdam gelaufenen 2:05:13 Stunden knapp.

Auf vier Kenianer folgt in der Jahresendabrechnung ein äthiopisches Trio. mit 2:05:25 Stunden. Außergewöhnliche Leistungen lieferten auch Feyisa Lilesa in Rotterdam mit 2:05:23 und Bazu Worku in Berlin mit 2:05:25 Stunden ab. Schwer vorstellbar, dass diese Zeiten in den jeweiligen Rennen nur zu Platz vier bzw. drei reichten. Doch beide Läufer haben mit gerade einmal 20 Jahren ihre Zukunft noch vor sich.

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