10. Düsseldorf-Marathon

Streckenrekordjagd beim Düsseldorf-Marathon 2012

Während Jan Fitschen und Anna Hahner die Olympianormen im Visier haben, greifen die Afrikaner die Streckenrekorde beim Düsseldorf-Marathon 2012 an.

Düsseldorf-Marathon 2012

Insgesamt rund 14.000 Läufer starten am Sonntag in Düsseldorf.

Bild: photorun.net

Das beste Starterfeld der Geschichte, erstmals ein japanischer Eliteläufer im Rennen, Angriffe auf beide Streckenrekorde durch die Afrikaner sowie eine Jagd auf die Olympianorm durch Jan Fitschen (TV Wattenscheid) und Anna Hahner (Run2Sky.com) – das alles verspricht der 10. Metro Group Marathon Düsseldorf 2012. Das kleine Jubiläum des Rennens wird am Sonntag mit rund 14.000 Athleten gestartet. Etwa 4.000 von ihnen werden über die klassischen 42,195 km laufen.

Für runnersworld.de sind gleich zwei Fotografen vor Ort. Sie können die Bilder von Norbert Wilhelmi und von Heinz Schier noch am Abend des Rennens auf runnersworld.de anschauen.

Bei voraussichtlich guten Wetterbedingungen soll die Spitzengruppe im Männerrennen die Halbmarathonmarke nach etwa 63:50 Minuten erreicht haben. Dies wäre ein gutes Tempo für einen Streckenrekord. Die Kursbestzeit hält Iaroslav Musinschi (Moldawien), der vor zwei Jahren nach 2:08:32 Stunden im Ziel war. Als Favorit geht am Sonntag der Äthiopier Seboka Diriba Tola ins Rennen, der sich im Januar beim Dubai-Marathon auf die Topzeit von 2:06:17 Stunden gesteigert hatte. In einem außergewöhnlich hochklassigen Rennen reichte dieses Ergebnis trotzdem nur zu Platz neun. Tola ist der mit Abstand schnellste Läufer, der jemals für den Düsseldorf-Marathon verpflichtet wurde.

Doch auch die Breite des antretenden Spitzenfeldes erreicht in Düsseldorf eine noch nie gesehene Qualität. Neben Tola haben fünf weitere Läufer Bestzeiten von unter 2:09 Stunden: Joseph Ngeny (2:08:10), Evans Ruto (beide Kenia/2:08:36), Yuki Kawauchi (Japan/2:08:37), Duncan Koech (2:08:38) und Abraham Chelanga (beide Kenia/2:08:43). Mit Nahashon Kimaiyo (Kenia/2:10:36) geht zudem der Vorjahressieger ins Rennen, der 2011 in einem Hitzerennen 2:10:53 gelaufen war.

„Ich will in Düsseldorf zeigen, dass ich als Asiate mit den Afrikanern Schritt halten kann“, erklärte Yuki Kawauchi. Der 25-jährige Japaner startet zum ersten Mal bei einem Rennen in Europa und will zumindest eine Zeit um 2:10 Stunden erreichen. „Eine Halbmarathon-Zwischenzeit von 63:50 Minuten sind kein Problem.“

Die deutsche Olympia-Norm von 2:12:00 Stunden will Jan Fitschen angreifen. „Meine gesamte Vorbereitung lief sehr gut, deswegen will ich am Sonntag versuchen, die Chance zu nutzen“, erklärte Jan Fitschen und fügte hinzu: „Ich bin natürlich noch nie so schnell gelaufen.“ In Frankfurt hatte er sich im vergangenen Jahr auf 2:15:40 Stunden gesteigert. Jetzt will der 34-jährige 10.000-m-Europameister von 2006 die erste Hälfte in knapp unter 66 Minuten absolvieren. Drei kenianische Tempomacher werden Jan Fitschen unterstützen. André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) fällt dagegen aufgrund eines Hüftproblems auch als Tempomacher aus, nachdem er zuvor bereits seinen Marathon-Qualifikationsversuch für Olympia hatte stoppen müssen.

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