Frankfurt-Marathon

Starke Konkurrenz für Sabrina Mockenhaupt

Zum 30. Geburtstag des Frankfurt-Marathons startet das bislang stärkste Feld in der langen Geschichte der Veranstaltung.

Agnes Kiprop kehrt zum Frankfurt-Marathon zurück

Agnes Kiprop kehrt zum Frankfurt-Marathon zurück.

Bild: photorun.net

Sabrina Mockenhaupt trifft beim BMW Frankfurt-Marathon am 30. Oktober auf starke Konkurrenz. Vier Wochen vor dem Startschuss hat der Sportliche Leiter, Christoph Kopp, einen weiteren Teil des internationalen Elitefeldes der Frauen bekannt gegeben. „Zum 30. Geburtstag des Rennens ist es uns gelungen, das bislang stärkste Feld in der langen Geschichte der Veranstaltung zusammenzustellen“, sagte Christoph Kopp. Das Rennen erfährt auch breitensportlich einen Boom. Möglicherweise wird sogar das Limit von 15.000 Meldungen vorzeitig erreicht. Noch kann man sich online unter www.frankfurt-marathon.com anmelden.

Insgesamt zehn Topläuferinnen mit Bestzeiten unter 2:30 Stunden werden am 30. Oktober um 10 Uhr vor dem Messeturm an der Startlinie stehen. Und nach Lage der Dinge dürfte es dabei zum ewig jungen Duell zwischen Kenia und Äthiopien kommen. Angeführt werden die Topathletinnen von der 19-jährigen Merima Mohammed aus Äthiopien. 2:23:06 Stunden lief sie 2010 beim Toronto-Marathon, in diesem Jahr hat Mohammed zwei Marathonwettkämpfe absolviert. In Mumbai wurde sie Zweite (2:26:57), das Mai-Hitzerennen von Düsseldorf gewann sie in 2:28:15 Stunden. Mit Agnes Kiprop aus Kenia kehrt am 30. Oktober eine frühere Frankfurt-Siegerin zurück in die Mainmetropole. Die 32-Jährige hatte im Jahr 2009 in 2:26:57 Stunden triumphiert, im Vorjahr wurde sie Dritte in persönlicher Bestzeit (2:24:07). Bei ihrem dritten Frankfurt-Marathon in Folge stehen zwei Zielsetzungen ganz klar im Vordergrund: der Sieg und ein neuer persönlicher Rekord unter 2:24 Stunden. Ihre sehr gute Form hat Kiprop bereits im Frühjahr als Zweite des Paris-Marathons (2:24:43) dokumentiert.

Mamitu Daska ist nur unwesentlich langsamer, die Bestzeit der 27-jährigen Äthiopierin liegt bei 2:24:19 Stunden. Gelaufen ist sie diese im Januar 2010 als Siegerin des Dubai-Marathons. In diesem Jahr gewann Daska bereits den Houston-Marathon (2:26:33). Dritte Sieganwärterin aus Äthiopien ist Fate Tola. Die 23-Jährige hatte sich im April als Überraschungssiegerin beim Wien-Marathon (2:26:21) sehr gut in Szene gesetzt. Trainiert wird sie von Alexander Mikitenko, dem Ehemann und Coach von Irina Mikitenko.

„Drei ganz schnelle Frauen aus Äthiopien gegen die Kenianerin Kiprop – das ist eine herausragende Konstellation“, sagte Renndirektor Jo Schindler. Einen äthiopischen Sieg gab es beim ältesten deutschen Stadtmarathon bei den Frauen noch nie. Europas Läuferinnen erwartet somit am 30. Oktober starke Konkurrenz. Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg/Bestzeit: 2:26:21), die Frankfurt-Siegerin von 2008, Liz Yelling (Großbritannien/2:28:33), Aniko Kalovics (Ungarn/2:29:04), Kirsten Melkevik (Norwegen/2:29:12), Susanne Hahn (schlau.com Saarbrücken/2:29:26) und Andrea Mayr (Österreich/2:30:43) werden sich steigern müssen, um vorne dabei zu sein.