Berlin-Marathon 2014

Stark besetztes Männerrennen

Dennis Kimetto wird beim Berlin-Marathon auf Emmanuel Mutai, Levy Matebo und Eliud Kiptanui treffen. Falk Cierpinski will an seine Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen.

Falk Cierpinski

Falk Cierpinski wird versuchen an seine Leistung aus dem Vorjahr anzuknüpfen. Letztes Jahr lief er beim Berlin-Marathon 2:14:50 Stunden.

Bild: Norbert Wilhelmi

Die Kenianer Emmanuel Mutai, Levy Matebo und Eliud Kiptanui sowie der Äthiopier Tsegaye Kebede sind die anderen vier Athleten, die bereits Weltklassezeiten vorweisen können. Es war Mutai, der in Chicago vor einem Jahr Kimetto lange Zeit Paroli bot. Mit nur sieben Sekunden Rückstand wurde der 29-Jährige Zweiter in 2:03:52. Seinen größten Sieg feierte der Marathon-WM-Zweite von Berlin 2009 vor drei Jahren in London. Damals triumphierte Mutai in 2:04:40 beim bestbesetzten City-Marathon des Jahres.

Levy Matebo, der auch bekannt ist unter dem Namen Levy Omari, hat vor knapp drei Jahren in Frankfurt gezeigt, wozu er auf einer flachen Strecke bei guten Wetterbedingungen fähig ist. Damals stürmte der Kenianer als Zweiter hinter Wilson Kipsang zu einer Klassezeit von 2:05:16 und verbesserte sich um über zwei Minuten. Ein halbes Jahr später überzeugte der heute erst 24-Jährige als Zweiter beim legendären Boston-Marathon. Bis zur 40-km-Marke lag Levy Matebo sogar in Führung.

Gelingt Tsegaye Kebede der Sieg beim Berlin-Marathon?

Während Eliud Kiptanui nach seinem sensationellen Streckenrekord von Prag, wo er 2010 in 2:05:39 gewonnen hatte, nicht mehr an diese Zeit herankam, zählt Tsegaye Kebede zu den großen Favoriten des Berlin-Marathons. Der Äthiopier gehört seit Jahren zur Weltspitze und liefert konstant hochklassige Leistungen. So war es kein Zufall, dass er im vergangenen Jahr die mit einer halben Million US-Dollar Preisgeld dotierte WMM-Serie 2012-2013 gewann. Kebede lief in seiner Karriere schon zehnmal Zeiten unter 2:07 Stunden. Seinen persönlichen Rekord von 2:04:38 erzielte er als Sieger des Chicago-Marathons 2012. Zweimal, 2010 und 2013, triumphierte er zudem beim London-Marathon, Bronzemedaillen gewann er im Marathon bei den Olympischen Spielen 2008 und den Weltmeisterschaften 2009.

Der deutsche Männer-Marathon erlebte nach einer langen Zeit der Flaute zuletzt einen kleinen Aufschwung. Daran hatte vor einem Jahr auch Falk Cierpinski einen Anteil. Der Läufer der SG Spergau, Sohn des zweifachen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, erreichte mit 2:14:50 Stunden die zweitbeste Zeit seiner Karriere. In diese Zeitbereiche war er seit fünf Jahren nicht mehr vorgedrungen. Schneller war Cierpinski nur 2008 in Berlin mit 2:13:30. Der 36-Jährige wird am Sonntag versuchen, an seine gute Leistung des vergangenen Jahres anzuknüpfen.

Ausgewählte Topläufer und ihre Bestzeiten

Dennis Kimetto KEN 2:03:45
Emmanuel Mutai KEN 2:03:52
Tsegaye Kebede ETH 2:04:38
Levy Matebo KEN 2:05:16
Frankline Chepkwony KEN 2:06:11
Geoffrey Kamworor KEN 2:06:12

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