Prag Marathon 2008

Sonniger Marathongenuss in Prag

3.685 Läufer genossen beim Prag Marathon die Schönheiten der Stadt und fluchten über die Sonne.

Unbarmherzig schien die Sonne beim Prag Marathon 2008 auf alle Läufer. 3.685 ließen sich davon nicht beeindrucken und erreichten nach ihrer 42 Kilometer langen Tour durch die tschechische Hauptstadt das Ziel auf dem Altstadt–Ring.

Die Sonne ließ nicht nur manche Zeitambitionen der Breitensportler platzen, auch die angestrebten Qualifikationszeiten für die Olympischen Spiele in Peking ließen sich nicht realisieren.

Der Lauf über die Karlsbrücke ist das Highlight des Prag Marathons.

Der Sieg ging an Kenneth Mburu Mungara in 2:11:06 Stunden. Er war damit der zehnte Kenianer, der seit 1995 den Männertitel in Prag erobert hat. „Das Wetter war kein Problem für mich“, machte er nach dem Rennen deutlich. Auch Rang zwei und drei gingen an Kenianer: Eliah Sang überquerte nach 2:12:15 die Ziellinie, Simon Njoroge nach 2:13:24. Der schnellste Tscheche, Robert Stefko kam lediglich als Fünfzehnter in 2:23:53 ins Ziel.

Bei den Frauen bestimmte Natalya Yulamanova, die Gewinnerin des letzen Jahres, von Anfang an das Geschehen. 22 Kilometer lang hielt Emily Kimuria mit, dann wurde der Kenianerin aufgrund der starken Sonneneinstrahlung schwindilig. Sie musste eine Auszeit nehmen und sich ausgiebig mit Schwämmen abkühlen.

27-jährige Natalya Yulamanova lief einem ungefährdeten Sieg in 2:31:43 Stunden entgegen. Emily Kimuria erholte sich wieder, holte verlorenes Terrain auf und kämpfte sich bis auf den zweiten Platz vor. Als elfte Frau lief Madeleine Lorenz vom TSV Buchholz nach 3:04:54 Stunden ins Ziel. Der beste deutsche Mann war nur wenig schneller: Michael Balke lief als 99. in 2:57:33 Stunden über die Zeitnahmematten. Insgesamt finishten 233 Läufer aus Deutschland das Rennen.

Prag Marathon
Die Stadt Prag bietet bei diesem Marathon eine beeindruckende Kulisse.

Der Marathon in der "Golden Stadt" hat für die Teilnehmer nach wie vor zwei Gesichter: Da sind zum einen die wunderbaren Kilometer durch die einmalige Kulisse der Touristenmetropole: Unvergesslich der Start und das Ziel auf dem Altstadt–Ring. Highlight des Laufgenusses ist natürlich der Lauf über die Karlbrücke mit dem Blick auf die Prager Burg.

Das zweite Gesicht zeigt sich, wenn es in die Außenbezirke geht. Hier fehlen die Zuschauer, aber immer wieder munterten Musikbands die Marathonläufer auf. Durch die Streckenänderung ist der Kurs wesentlich angenehmer zu laufen als in den Vorjahren. Auf den Passagen hinaus aus dem Zentrum sorgt immer wieder läuferischer Gegenverkehr für Abwechslung. Die Organisation funktionierte hervorragend. Alle durstigen Läufer wurden an diesem Sonnentag ausreichend versorgt.

Eine ausführliche Fotogalerie vom Prag Marathon finden Sie hier.