Selbsttest

Sind Sie ein Marathontyp?

Nicht jeder sollte einen Marathon laufen. Ob Sie dazugehören, verrät Ihnen unser Selbsttest in fünf Minuten.

Marathontyp

Nicht jeder ist der geborene Marathonläufer. Einige brauchen viel Geduld und Training, um das Ziel zu erreichen.

„Einen Marathon laufen? Kann doch jeder!“ Das ist mittlerweile eine recht weit verbreitete Meinung. „Gemach, gemach! Ganz so leicht ist es dann doch nicht“, sagen wir. Tatsache ist: Jeder kann einen Marathon schaffen. Und damit meinen wir wirklich jeden, ­sogar den übergewichtigen Raucher. Nur kann eben nicht jeder einen Marathon noch in diesem Jahr laufen.

Der Laufanfänger schafft dies vielleicht im nächsten Jahr, der übergewichtige Raucher erst in drei Jahren. Doch was soll’s: Der Weg ist das Ziel, und das Gesündeste am Marathon ist das Training dafür.

Ein Marathonlauf setzt ein gutes mehrmonatiges Basis­training und eine noch bessere mehrwöchige unmittelbare Marathonvorbereitung voraus. Diese Vorbereitung sollte sehr gut geplant sein, denn sie soll den Läufer möglichst gut auf das einstellen, was ihn am Tag X erwartet: eine Strecke von 42,195 Kilometer Länge, die er laufend oder in einer Kombination aus Laufen und Gehen problemlos zurücklegt.

Je weniger Sie in der Vorbereitung auf einen Marathon laufen, desto größer ist natürlich das Risiko, dass 42 Kilometer nicht nur eine lange, sondern vielleicht eine zu lange Distanz für Sie sein werden. Wer also nur drei- bis viermal pro Woche Zeit zum Laufen findet, wird sicherlich nicht so gut vorbereitet sein wie jemand, der fast täglich läuft.

Doch für manch einen schließt sich ein häufigeres Training aus, zum Beispiel aus beruflichen oder familiären Gründen oder weil er ein Mehr an Training (noch) gar nicht verkraften würde. Denn wer vor der direkten Marathonvorbereitung nur zweimal pro Woche gelaufen ist, darf natürlich nicht von heute auf morgen sechsmal laufen, auch wenn er dazu Zeit und Lust hat. Eine Marathonvorbereitung ist zeitaufwendiger und körperlich beanspruchender als ein „normales“ Training, aber das Ziel ist schließlich, Kondition und Kraft aufzubauen und nicht so hart zu trainieren, dass Sie Kraft verlieren und schon in der Vorbereitung „am Limit“ sind. Das sollten Sie sich lieber für die zweite Streckenhälfte beim Marathon aufheben.

Die folgenden Fragen sollten Sie gewissenhaft beantworten, bevor Sie in ein Marathontraining einsteigen. Ist nur eine einzige dabei, die Sie mit Nein beantworten müssen, dann sollten Sie den Marathon noch so lange zurückstellen, bis aus dem Nein ein Ja geworden ist.



Gesundheit

+ Fühlen Sie sich gesund? (Es geht hier um kerngesund!)

+ Haben Sie zur Zeit keinerlei internistische oder orthopädische Beschwerden oder Verletzungen?

+ Haben Sie Ihre Gesundheit in den letzten drei Monaten von einem Arzt überprüfen lassen?

+ Gehören Sie keiner so genannten Risikogruppe an (Raucher, starker Alkoholkonsum, Bluthochdruck)?


Leistungsstand

+ Laufen Sie mindestens seit 18 Monaten regelmäßig?

+ Laufen Sie dreimal pro Woche oder öfter?

+ Laufen Sie 25 bis 30 Kilometer pro Woche oder mehr?

+ Könnten Sie 90 Minuten ohne Gehpause laufen?

+ Können Sie mindestens 20 Kniebeugen machen, ohne am folgenden Tag Muskelkater zu haben?


Umfeld

+ Steht Ihr Partner/Ihre Familie hinter Ihren Marathonplänen? (Brauchen Sie kein schlech­tes Gewissen zu haben, wenn Sie am Wochen­ende zu Ihrem langen Lauf aufbrechen anstatt mit der Familie spazieren zu gehen?)

+ Bietet Ihnen Ihr Beruf die Möglichkeit, die entsprechende Zeit in die Vorbereitung zu investieren?

+ Sind Sie während der Vorbereitungszeit beruflich kaum unterwegs (und falls doch, dann irgendwo, wo man auch laufen kann)?


Persönlichkeit

+ Wollen Sie wirklich unbedingt einen Marathon laufen (oder könnte es sein, dass jemand Sie dazu überredet hat)?

+ Freuen Sie sich auf die Herausforderung, und sind Sie grundsätzlich optimistisch, das Marathonziel zu erreichen?

+ Sind Sie diszipliniert und gewissenhaft genug, über drei Monate auf ein sportliches Ziel (das ist schließlich nur Ihr Hobby) hinzuarbeiten?

+ Können Sie sich an Trainingsvorgaben halten?

+ Zählen Sie nicht zu den „Trainingsweltmeistern“, die sich schon im Training immer (über)fordern?


Ausrüstung

+ Besitzen Sie mindestens drei Paar verschiedene Laufschuhe?

+ Besitzen Sie mehr als eine Laufgarnitur und besteht diese aus Funktionsfasern?

+ Haben Sie ein Trainingstagebuch, in dem Sie Ihre Vorbereitung protokollieren können?

+ Besitzen Sie einen Herzfrequenzmesser, der auch eine Stoppfunktion bietet?