Rekord

Sieben Männerzeiten unter 2:05

Sieben Marathonzeiten von unter 2:05 Stunden wurden 2011 gestoppt. Dazu kommen zehn Ergebnisse von unter 2:06. 15 von diesen 17 Zeiten sind Kenianer gelaufen.

In Berlin brach Patrick Makau den Weltrekord.

In Berlin brach Patrick Makau den Weltrekord.

Bild: photorun.net

Gleich sieben Mal wurden 2011 Marathonzeiten von unter 2:05 Stunden gestoppt – einer Zeit, die erst vor acht Jahren erstmals unterboten worden war und die lange als Traumzeit galt. Zehn weitere Ergebnisse von unter 2:06 wurden gelaufen. Von diesen insgesamt 17 Zeiten gehen 15 auf das Konto der Kenianer. Doch auch die Breite in der Spitze ist so groß wie nie zuvor: 47 Mal gab es Zeiten zwischen 2:06 und 2:08 Stunden (30 davon von Kenianern). 114 weitere Ergebnisse (davon 59 Kenianer) liegen im Bereich zwischen 2:08 und 2:10. Die früher international sehr relevante Marke von 2:10 wurde 2011 somit bisher 178 Mal unterboten. Erweitert man den Zeitbereich noch bis 2:12:00 Stunden – der deutschen Norm für die Olympischen Spiele, die bislang noch kein deutscher Läufer erreicht hat – so finden sich rund 350 Zeiten.

Bemerkenswert ist auch, dass hochkarätige City-Marathonläufe wie der Boston-Marathon, der London-Marathon, der BMW Berlin-Marathon, der Chicago-Marathon und der New-York-Marathon – also alle fünf World Marathon Majors (WMM) – sowie der Frankfurt-Marathon zuletzt jeweils Streckenrekorde verzeichneten. Am Main blieben zudem gleich 14 Läufer unter 2:10 Stunden. Eine solche Dichte in der Spitze hatte es bei einem Marathon nie zuvor gegeben.

Nachdem Haile Gebrselassies Weltrekord aus 2008 (2:03:59 in Berlin) gefallen ist und insgesamt gleich vier Kenianer unter der Marke des Äthiopiers blieben, ist damit zu rechnen, dass es schon bald weitere Verbesserungen geben kann. Die derzeit besten Kenianer – Patrick Makau, der in Berlin den Weltrekord auf 2:03:38 Stunden verbesserte, Frankfurt-Sieger Wilson Kipsang, Boston-Gewinner Geoffrey Mutai oder Chicago-Sieger Moses Mosop – haben das Vermögen für noch schnellere Zeiten. Vielleicht fällt der Rekord sogar im Olympiajahr. Denn längst nicht alle der besten Marathonläufer der Welt werden im nächsten Sommer in London starten. Nur drei Startplätze stehen jeder Nation zur Verfügung – für die Kenianer ist das ein großes Problem. Sie werden Läufer zu Hause lassen müssen, die die Goldmedaille gewinnen könnten. Die Nicht-Nominierten werden darauf aus sein, im Herbst ihre Stärke zu beweisen.

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