Chicago-Marathon 2011

Shobukhova läuft erstmals unter 2:20

Liliya Shobukhova

Liliya Shobukhova gewann den Chicago-Marathon mit der viertschnellsten Zeit aller Zeiten.

Bild: photorun.net

Acht Läufer plus Tempomacher passierten dann die Halbmarathonmarke in 62:54 Minuten. Ryan Hall (USA) war bald darauf einer der ersten Favoriten, der dem Tempo der Spitzengruppe nicht mehr folgen konnten. Der Amerikaner hatte an der 25-km-Marke rund 15 Sekunden Rückstand und wurde schließlich Fünfter in 2:08:04 Stunden. Auf dem nächsten 5-km-Abschnitt verloren der frühere Chicago-Sieger Evans Cheruiyot, Bernard Kipyego (beide Kenia) und der Äthiopier Bekana Daba den Kontakt zu Wesley Korir (Kenia) und Moses Mosop, die sich nun einen kurzen Zweikampf lieferten.

Den 30-km-Punkt passierten die beiden noch in 1:28:46 Stunden, nachdem der letzte Tempomacher bereits zuvor aus dem Rennen gegangen war. Doch kurz darauf setzte sich Moses Mosop ab. Zeitweilig sah es so aus, als könnte er ein Ergebnis im Bereich von 2:04:30 Stunden erreichen, doch alleine laufend schwanden die Kräfte nach 35 km deutlich. Gerade noch so blieb er schließlich unter dem alten Kursrekord. Wesley Korir lief als Zweiter eine persönliche Bestzeit von 2:06:15. Rang drei belegte Bernard Kipyego (2:06:29) vor Bekana Daba (2:07:59).„Gestern war ich mir noch nicht so sicher bezüglich meines Beines“, sagte Moses Mosop und fügte hinzu: „Deswegen bin ich jetzt froh, dass alles gut gelaufen ist.“ Seine Frau, Florence Kiplagat, hatte vor zwei Wochen den Berlin-Marathon gewonnen, war aber nicht mit nach Chicago gereist.

Im Rennen der Frauen war das Tempo von Beginn an hoch und frühzeitig entwickelte sich ein Dreikampf. Nach 32:44 Minuten hatten Liliya Shobukhova, die Japanerin Kayoko Fukushi und die Marathon-Debütantin Ejegayehu Dibaba die 10-km-Marke erreicht. Die Äthiopierin ist die Schwester der Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba und war selbst bei Olympia 2004 über 10.000 m Zweite. An der Halbmarathonmarke wurden für dieses Trio 69:25 Minuten gestoppt.

Kurz darauf verlor zunächst Fukushi den Kontakt und unmittelbar vor der 25-km-Marke konnte auch Dibaba dem hohen Tempo von Shobukhova nicht mehr folgen. Weitere 5 km später hatte die Russin bereits einen Vorsprung von 46 Sekunden auf die Äthiopierin. Und Shobukhova zeigte auf dem Weg zum dritten Chicago-Sieg in Serie – keinem anderen Athleten gelang bisher in Chicago ein Hattrick – keine Schwäche. Im Gegenteil, sie lief die zweite Hälfte sogar noch etwas schneller als die erste. Nach 2:18:20 war Liliya Shobukhova vor Ejegayehu Dibaba im Ziel, die mit 2:22:09 Stunden ein glänzendes Marathondebüt lief. Dritte wurde Kayoko Fukushi in 2:24:38.

„Das ist ein ganz besonderer Tag für mich“, erklärte Liliya Shobukhova. „Ich bin persönliche Bestzeit gelaufen, unter 2:20 Stunden geblieben und habe mich für Russlands Olympia-Team qualifiziert.“

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