Köln-Marathon 2016

Schweiß, Tränen und Kostüme

Bei der Jubiläumsausgabe des Köln-Marathons wurde den Zuschauern und Läufern alles geboten. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.

Köln-Marathon 2016 - Die Fotos
Köln-Marathon 2016

Kostüme und tolle Stimmung wohin das Auge reichte beim Köln-Marathon.

Bild: Norbert Wilhelmi

Bereits um 8.30 Uhr am 2. Oktober 2016 fiel der erste Startschuss beim Köln-Marathon 2016. Er schickte die früh aufgestandenen Läufer bei Sonnenschein und 10 Grad auf die Halbmarathon-Strecke. Um 10 Uhr waren die Marathonläufer an der Reihe. Die eineinhalb Stunden nach dem Start des Halbmarathons reichten für einen rapiden Wetterwechsel. Nieselregen und starke Bewölkung waren zwar keine optimalen Laufbedingungen, doch der Stimmung der Teilnehmer und zahlreichen Zuschauer tat dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Lustige Verkleidungen und gute Laune ließen alle das schlechte Wetter vergessen. So genossen 26.000 Läufer das bunte Lauffest in der Domstadt.

Für runnersworld.de war der Fotograf Norbert Wilhelmi vor Ort beim Köln-Marathon. Seine schönsten Fotos finden Sie zusammengestellt in einer Bildergalerie oberhalb dieses Artikels.

Siegzeit beim Köln-Marathon unter 2:10

Raymond Choge hat den Kölner Marathonveranstaltern das passende Jubiläumsgeschenk gemacht: Der Kenianer gewann die 20. Auflage des Rennens mit guten 2:08:39 Stunden. Die Organisatoren hatten auf eine Zeit von unter 2:10 gehofft. Für den 33-jährigen Kenianer, der von Dieter Hogen trainiert wird, war es eine Steigerung um rund zweieinhalb Minuten in seinem zweiten Marathonrennen. In dem von Kenianern dominierten Rennen belegten seine Landsleute Nicholas Kamakya (2:10:22), Allan Kiprono (2:10:41) und Wilfred Kirwa Kigen (2:12:48) die Ränge zwei bis vier.

Bei teilweise feuchten und windigen Bedingungen war erwartungsgemäß Bornes Kitur die überlegene Läuferin. Die Kenianerin lief die erste Hälfte in sehr ambitionierten 1:12:29 Stunden und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von gut acht Minuten. Obwohl sie im zweiten Abschnitt einbrach, gewann sie in 2:32:16 Stunden. Die lange Zeit zweitplatzierte Shewaye Debelu (Äthiopien) gab nach 35 km auf. Zweite wurde dadurch Maike Schön (LAZ Puma Rhein Sieg), die bei ihrem Debüt mit 2:47:51 als einzige weitere Läuferin unter drei Stunden rannte.

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Raymond Choge mit negativem Split

Raymond Choge war der einzige Läufer im Marathon-Spitzenfeld, der die zweite Hälfte schneller laufen konnte als die erste. Nach einer Halbmarathonzeit von 64:35 Minuten lagen an der 30-km-Marke, die nach 1:31:07 Stunden erreicht wurde, drei Läufer an der Spitze: Choge führte vor seinen kenianischen Landsleuten Nicholas Kamakya, der mit einer persönlichen Bestzeit von 2:06:34 der schnellste Läufer auf der Startliste war, und Wilfred Kirwa Kigen. Letzterer hatte dann bei 35 km drei Sekunden Rückstand auf Choge, der sich in der Folge auch von Kamakya lösen konnte.

Für den 33-jährigen Raymond Choge, der vom früheren Uta Pippig-Coach Dieter Hogen betreut wird, war es der größte Sieg seiner Karriere. Früher ein Mittelstreckenläufer, war er im Frühjahr in Wien sein Marathondebüt gelaufen. Bei mitunter stürmischem Wind erreichte er damals als Fünfter 2:11:07. Nun folgte eine deutliche Steigerung in Köln. „Es war ein schönes Rennen, es hat mir alles gefallen. Mein Ziel war eine persönliche Bestzeit“, sagte Raymond Choge. „Im letzten Teil wurde es sehr windig, aber ich versuchte das Tempo zu halten.“ Insgesamt liefen über die Marathondistanz gut 5.000 Läufer ins Ziel.

Den teilnehmerstärkeren Halbmarathon mit knapp 12.000 Finishern entschied Tom Gröschel nach 1:04:49 Stunden für sich. Mit fast genau einer Minute Abstand überquerte Jonas Koller (1:05:50 Stunden) die Ziellinie. An dritte Stelle kämpfte sich Tobias Blum (1:06:49 Stunden). Bei den Frauen siegte Laura Hottenrott mit einer Zeit von 1:15:11 Stunden, gefolgt von Inga Hundeborn (1:15:49 Stunden) und Julia Gabuschka (1:17:03 Stunden).

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