Frauen-Elitemarathon

Russin Inga Abitova gewinnt Yokohama-Marathon

Die 27-jährige Russin Inga Abitova siegte beim Frauen-Elitemarathon in Yokohama (Japan) überlegen in 2:27:18.

Frauen-Elitemarathon in Yokohama (Japan)

Die Spitzengruppe auf dem Weg durch Yokohama.

Bild: photorun.net

Einen Monat nach dem Sieg von Liliya Shobukova in Chicago hat eine weitere Russin einen hochklassig besetzten Marathonlauf gewonnen: Inga Abitova siegte in Yokohama (Japan) ebenso überlegen wie ihre Landsfrau in den USA. Die 27-Jährige gewann das Rennen in 2:27:18 Stunden bei warmen Temperaturen von rund 20 Grad Celsius.

Zum ersten Mal fand in Yokohama am Sonntag ein hochklassiger Frauen-Elitemarathon statt. Dies hat damit zu tun, dass vor einem Jahr das traditionsreiche Frauenrennen in Tokio zum letzten Mal stattgefunden hatte. In der japanischen Hauptstadt gibt es inzwischen nur noch einen Elite- und Massenmarathon, der jetzt im März stattfindet. Früher gab es in Tokio zwei Marathon-Eliteläufe – einen für die Männer im Februar und einen für die Frauen im November. Der neue Yokohama-Marathon ersetzt nun das Herbstrennen von Tokio.

Entsprechend hochklassig besetzt war die Premiere. Am Start stand neben der aktuellen Olympiasiegerin Constantina Dita (Rumänien) auch die Olympiazweite und zweifache Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia). Doch die olympische Goldmedaillengewinnerin konnte am Sonntag in der entscheidenden Phase nicht in das Rennen um den Sieg eingreifen. Dita kam schließlich als Elfte in 2:36:06 Stunden ins Ziel.

Kurz vor der 30-km-Marke hatte Inga Abitova das Tempo forciert und damit die Spitzengruppe auseinander gerissen. Einzig Catherine Ndereba war in der Lage, der Russin noch ein paar Kilometer zu folgen, doch bald darauf konnte auch die Kenianerin nicht mehr mithalten. Inga Abitova, die die amtierende 10.000-m-Europameisterin ist und über diese Distanz 2008 Olympia-Sechste war, vergrößerte ihren Vorsprung von Kilometer zu Kilometer. Schließlich war sie in 2:27:18 Stunden vor Kiyoko Shimahara (2:28:51) im Ziel. Die Japanerin hatte in der Endphase des Rennens noch Catherine Ndereba auf Platz drei verdrängt (2:29:13). Vierte wurde die Italienerin Bruna Genovese in 2:29:57. Inga Abitova hatte im Frühjahr erstmals im Marathon auf sich aufmerksam gemacht, als sie sich in London mit einem sechsten Platz auf 2:25:55 Stunden gesteigert hatte. Es war ihr erstes Rennen unter 2:30 Stunden über die klassische Distanz.