Jungfrau-Marathon 2014

Rund 4.000 Läufer an Eiger, Mönch und Jungfrau

Traumwetter beim Jungfrau-Marathon 2014 machte den Aufstieg über die berühmte Moräne zwar nicht einfacher, aber sehr viel schöner. Paul Michieka und Aline Camboulives siegten.

Jungfrau-Marathon 2014 - Die Bilder

Mit viel Wetterglück wurde der Jungfrau-Marathon am Samstag, 13. September 2014, bei idealen Bedingungen ausgetragen. Eiger, Mönch und Jungfrau strahlten im hellsten Weiß für die Teilnehmer beim ausverkauften Jungfrau-Marathon 2014. Der Aufstieg über die berühmte Moräne wurde so für die rund 4.000 Läufer zwar nicht einfacher, aber sehr viel schöner.

Weit bevor man sie sieht, hört man die Alphornbläser beim Jungfrau-Marathon.

Bild: swiss-image.ch

Atemberaubendes Panorama beim Jungfrau-Marathon

Von Interlaken auf 566 m Höhe ging es mit einer Höhendifferenz von +1.829 m und –305 m zum Ziel "Kleine Scheidegg" auf 2.100 m Höhe. Nach einem flachen Abstecher zum fast 300 m tiefen grün-blauen Brienzersee folgte bei der uralten Holzbrücke von Wilderswil der erste ruppige Anstieg, Felswände prägten jetzt die Landschaft beim Jungfrau-Marathon. Bei etwa halber Distanz passierten die Läufer das Marathon-Dorf Lauterbrunnen mit dem berühmtesten Wasserfall, dem Staubbach. Erst bei Kilometer 26 begann der ganz große Aufstieg des Jungfrau-Marathons: 26 Serpentinen bis Wengen. Doch noch weitere 1.000 Höhenmeter lagen von hier aus vor den Jungfrau-Marathon-Teilnehmern. Mettlenalp, Wengernalp, Baumgrenze, saftige Alpweiden, schroffe Felsen, Gletscher, die höchsten Eiswände der Alpen. Über den Marathon-Läufern thronte nun die Jungfrau, einer der berühmtesten Gipfel Europas. Und schließlich der Höhepunkt: die berüchtigte Moräne nach 40 Kilometern. Dann ging es noch einen Kilometer abwärts, um in Ehren anzukommen am Ziel des Jungfrau-Marathons 2014 auf der Kleinen Scheidegg.

Paul Michieka schlägt Titelverteidiger beim Jungfrau-Marathon 2014

Der Kenianer Paul Michieka hat den 22. Jungfrau-Marathon gewonnen. Nach 3:01 Stunden lief er vor seinem Landsmann und Vorjahressieger Geoffrey Ndungu ins Ziel ein. Ndungu wurde mit einem Rückstand von knapp 90 Sekunden Zweiter, Birhanu Mekonnen aus Äthiopien schaffte bei seinem Debüt überraschend den Sprung aufs Podest und wurde Dritter. Er hatte sich erst am Vorabend für den Start entschieden. „Ich habe immer wieder nach links und rechts schauen müssen, weil ich noch nie in meinem Leben in einer so unglaublichen Umgebung gelaufen bin. Ich bin einfach nur glücklich und stolz auf meinen dritten Rang" sagte Birhanu Mekonnen im Ziel. Bester Schweizer wurde Ralf Birchmeier als Zehnter.

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Foto: swiss-image.ch

Zweiter Sieg für Aline Camboulives

Bei den Damen gewann die Französin Aline Camboulives nach 2011 zum zweiten Mal den Jungfrau-Marathon. Sie lief nach 3:27 Stunden ins Ziel. Zweite wurde Emma Pooley aus England vor Megan Kimmel aus den USA. Knapp das Podest verpasst hat Daniela Gassmann Bahr, welche sich als Vierte vor der Oberländerin Conny Berchtold klassiert und beste Schweizerin wurde. „Ich wusste, wenn ich den höchste Punkt als Erste passiere, werde ich dieses Rennen gewinnen" sagte Aline Camboulives im Ziel. Emma Pooley bestätigte die Aussage von Camboulives, da sie nach dem Powerman vom letzten Wochenende noch muskuläre Probleme hatte und nicht schnell bergab laufen konnte.

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