Herausragende Marathonläufer 2011

Rückblick auf Mosops Karriere

Moses Mosop Karriere krönt bereits eine Silbermedaille der Crosslauf-WM. Sensationell gewann er sie 2007 mit nur einem Schuh.

Moses Mosop Porträt

Moses Mosop begann sein Karriere als 10.000-Meter-Läufer.

Bild: www.photorun.net

Moses Mosop, der acht Geschwister hat und als Farmers-Sohn in Kamasia (Region Marakwet in der Provinz Great Rift Valley) aufgewachsen ist, hatte zunächst große Erfolge als 10.000-m- und Crossläufer. In der Oberschule hatte er mit dem Laufsport begonnen und qualifizierte sich für die nationalen Schulmeisterschaften. 2002 belegte Moses Mosop dort einen zweiten Platz über 10.000 m sowie Rang drei über 3.000 m Hindernis. Als Junior qualifizierte er sich 2002 und 2003 für die Crosslauf-Weltmeisterschaften und belegte dort im Juniorenrennen die Plätze zehn und sieben. Nachdem ihn der italienische Manager Gianni Demadonna 2003 unter Vertrag genommen hatte, startete Moses Mosop bei diversen großen europäischen Leichtathletik-Meetings.

Ein Achtungserfolg gelang ihm als 18-Jähriger in Brüssel, wo er im 10.000-m-Rennen als Siebenter mit 27:13,66 Minuten eine Alters-Weltbestzeit aufstellte. Ein Jahr später war er Siebenter im olympischen 10.000-m-Finale und 2005 gewann er über diese Strecke Bronze bei den Weltmeisterschaften. Mit seiner 10.000-m-Bestzeit von 26:49,55 (2007) steht er heute in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten auf Rang 20.

Die größte Leistung vor seinem Bostoner Marathondebüt hatte er jedoch 2007 im Crosslauf vollbracht. Bei den Weltmeisterschaften im heißen Mombasa gewann er die Silbermedaille, obwohl er auf den letzten zwei Kilometern nur noch einen Schuh hatte, nachdem ihm ein Konkurrent in die Hacken getreten war.

Eine Fußverletzung stoppte ihn dann während der Bahnsaison 2007. „Zeitweilig dachte ich, dass dies das Ende meiner Karriere sei“, erzählte Moses Mosop, der dann im Herbst 2008 wieder mit dem Training beginnen konnte. 2009 meldete er sich mit einem elften Rang bei der Cross-WM zurück. Ein Jahr später lief Moses Mosop seinen ersten Halbmarathon: Dabei gewann er auf Anhieb den Stramilano in Mailand und erreichte hochklassige 59:20 Minuten. Bei der Halbmarathon-WM im Oktober wurde er dann Zehnter, während seine Frau Florence Kiplagat die Goldmedaille für Kenia gewann.

Nach seinem sensationellen Boston-Rennen bestätigte Moses Mosop, der heute in Iten wohnt und zwei Töchter hat (eine aus erster Ehe), in Eugene Anfang Juni seine Topform. Über die sehr selten gelaufenen Bahn-Langstreckendistanzen von 25 und 30 km stellte er in einem Rennen zwei Weltrekorde auf: Die 25 km passierte er in 1:12:25,4 Stunden, für die 30 km wurden 1:26:47,4 gestoppt. Doch weitere Rekordversuche über andere Distanzen als den Marathon sind zunächst eher unwahrscheinlich. „Wenn man sich auf den Marathon konzentriert, ist sehr viel Vorbereitungszeit nötig. Daher ist es schwer, andere Rennen zu integrieren“, erklärte Renato Canova.

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Mosop auf Weltrekordkurs