Houston-Marathon

Rekordrennen in Houston

Zwei neue Streckenrekorde und eine Rekord-Teilnehmerzahl von 23.000 Läufern gab es beim Houston-Marathon.

Marathon_Houston_2009

Mit über einem Kilometer Vorsprung hat Deriba Merga den Houston Marathon gewonnen und die alte Rekordzeit um mehr als zwei Minuten unterboten.

Zu einem Rennen der Rekorde wurde die 37. Auflage des Houston-Marathons am dritten Januar-Sonntag. Dem Äthiopier Deriba Merga gelang es nach einem eindrucksvollen Solorennen, den 20 Jahre alten Streckenrekord deutlich zu verbessern. Mit 2:07:52 Stunden machte der Houston-Marathon qualitativ einen großen Sprung nach vorne. Es war die erste Zeit unter 2:10 Stunden in der langen Geschichte des Laufes. Einen Kursrekord gab es auch bei den Frauen: Hier gewann Mergas Landsfrau Teyba Erkesso mit flotten 2:24:18 Stunden. Bei guten Wetterbedingungen gab es schließlich auch noch einen Teilnehmerrekord: Rund 23.000 Läufer waren bei dem Rennen über 42,195 km sowie über kürzere Distanzen am Start.

Mit dem 28-jährigen Deriba Merga setzte sich in Houston der große Favorit durch. Der Olympia-Vierte von Peking, der zuvor beim London-Marathon 2008 seine Bestzeit auf 2:06:38 Stunden verbessert hatte, sorgte von Beginn an für ein hohes Tempo. Zeitweilig mit Hilfe von Pacemakern laufend, erreichte er die Halbmarathonmarke in 1:02:44 Stunden. Damit war er auf Kurs zu seiner Traumzeit. Mergas eigentliches Ziel war es, die schnellste je in den USA erzielte Zeit von 2:05:42 Stunden zu unterbieten. Khalid Khannouchi (USA) hatte damit 1999 den Chicago-Marathon gewonnen. Doch alleine laufend, wurde es dann schwer für Deriba Merga. „Ich habe wirklich versucht, diesen Rekord zu brechen. Aber es war zeitweilig etwas windig und dann wurde es alleine schwierig. Nächstes Jahr mache ich es besser“, erklärte Deriba Merga, der am Ende über einen Kilometer Vorsprung vor dem zweitplatzierten Benson Cheruiyot (Kenia/2:11:33 Stunden) hatte. Dritter wurde der Russe Yuriy Abramov mit 2:12:21 Stunden. Der 20 Jahre alte Kursrekord von Richard Kaitany (Kenia) stand bei 2:10:04 Stunden.

Ebenso wie Deriba Merga erhielt auch Frauen-Siegerin Teyba Erkesso neben der Siegprämie von 35.000 Dollar weitere 10.000 für den Kursrekord. In ihrem Debüt gewann die Äthiopierin in 2:24:18 und verbesserte damit die Streckenbestzeit ihrer Landsfrau Dire Tune um 22 Sekunden. Tune hatte nach ihrem Sieg vor einem Jahr auch den Boston-Marathon im April gewonnen. Begleitet von einem Tempomacher lief Teyba Erkesso in Houston ihr eigenes Rennen und erreichte die Halbmarathonmarke in Führung liegend in 1:12:23 Stunden. Auf dem zweiten Abschnitt konnte sie sogar noch etwas zulegen. Zweite wurde die Rumänin Nuta Olaru in 2:27:25 Stunden, Rang drei belegte Lioudmila Kortchaguina (Kanada/2:30:43 Stunden).

Den parallel stattfindenden Halbmarathon, in den die US-Meisterschaften integriert waren, gewann Meb Keflezighi. Der 33-Jährige meldete sich damit nach einer langen Verletzungspause erfolgreich zurück. Der US-Amerikaner kontrollierte das Rennen von Beginn an und erreichte schließlich nach 61:25 Minuten mit zehn Sekunden Vorsprung vor Dathan Ritzenhein das Ziel. Dritter wurde Brett Gotcher (62:09 Minuten). „Es war ein hochkarätiges Meisterschaftsrennen. Für mich ist das ein toller Start in das neue Jahr, nachdem ich 2008 verletzt war. Ich hoffe, 2009 wird ein besseres Jahr für mich“, erklärte Meb Keflezighi, der 2004 in Athen Olympia-Zweiter im Marathon war. Bei den Frauen setzte sich in Houston Magdalena Boulet (USA) in 71:47 Minuten vor ihren Landsfrauen Kelly Jaske (72:06 Minuten) und Colleen de Reuck (72:16 Minuten) durch.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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